ANZEIGE

ANZEIGE

EU-Kommission erhöht Druck auf Meta wegen WhatsApp-Zugang für KI

Whats App Icon auf einem iPhone
Foto: Pixabay

Key takeaways

Die EU-Kommission wirft Meta vor, KI-Anbietern den Zugang zu WhatsApp zu erschweren. Brüssel prüft einstweilige Maßnahmen und fordert gleiche Bedingungen wie vor der Richtlinienänderung im Jahr 2025.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Europäische Kommission verschärft ihr Vorgehen gegen Meta im laufenden Wettbewerbsverfahren. Im Fokus steht der Zugang externer KI-Assistenten zur Messaging-Plattform WhatsApp, den der Konzern nach Ansicht der Behörde unzulässig eingeschränkt haben könnte.

Kommission sieht Wettbewerbsverstoß

Brüssel hat laut dem EU-Pressedienst Meta eine ergänzende Mitteilung der Beschwerdepunkte übermittelt. Darin bekräftigt die Kommission ihre vorläufige Einschätzung, dass Meta seine marktbeherrschende Stellung missbraucht haben könnte, indem KI-Anbieter vom Zugang zu WhatsApp ausgeschlossen wurden.

Die Behörde prüft daher einstweilige Maßnahmen, die Meta verpflichten könnten, den Zugang für Drittanbieter wiederherzustellen – und zwar zu denselben Bedingungen wie vor Oktober 2025.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Gebührenmodell ebenfalls in der Kritik

Meta hatte seine Richtlinien zuletzt angepasst und KI-Anbietern gegen Gebühr wieder Zugang in Aussicht gestellt. Aus Sicht der Kommission ändert dies jedoch nichts am Kernproblem.

Die neuen Bedingungen könnten ähnliche wettbewerbshemmende Effekte haben wie ein vollständiger Ausschluss. Insbesondere kleinere Anbieter könnten dadurch benachteiligt und am Markteintritt gehindert werden.

Ausweitung der Untersuchung

Parallel dazu wird die Untersuchung geografisch erweitert. In Zusammenarbeit mit der italienischen Wettbewerbsbehörde erstreckt sich das Verfahren nun auf den gesamten Europäischen Wirtschaftsraum.

Damit rückt die Regulierung von Plattformzugängen für KI-Dienste stärker in den Fokus der europäischen Wettbewerbspolitik.

Entscheidung über einstweilige Maßnahmen steht bevor

Meta erhält nun die Möglichkeit, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Erst danach entscheidet die Kommission, ob vorläufige Maßnahmen umgesetzt werden.

Sollte Brüssel entsprechende Schritte einleiten, müssten diese gelten, bis eine endgültige Entscheidung im Verfahren getroffen wird.

Bedeutung für den KI-Markt

Der Fall gilt als richtungsweisend für den Wettbewerb im schnell wachsenden Markt für KI-Assistenten. Der Zugang zu großen Plattformen wie WhatsApp könnte entscheidend dafür sein, welche Anbieter sich langfristig durchsetzen.

Die Entscheidung der EU-Kommission dürfte daher weitreichende Folgen für die Branche und die Regulierung digitaler Ökosysteme haben.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored