Die Deutsche Post hat in Deutschland die Marke von 40.000 Elektrofahrzeugen in der Zustellung erreicht. Damit betreibt das Unternehmen nach eigenen Angaben die weltweit größte Elektro-Zustellflotte eines Postunternehmens in einem einzelnen Markt.
Die Fahrzeuge werden an rund 44.400 Ladepunkten mit einem Ökostromanteil von 95 Prozent geladen. Die Elektrifizierung der Zustellung ist Teil der Klimastrategie der DHL Group und soll die Emissionen im Paket- und Briefgeschäft weiter senken.
Postbranche senkt Emissionen deutlich
Zum internationalen Green Postal Day verweist die International Post Corporation auf deutliche Fortschritte ihrer Mitgliedsunternehmen. Die teilnehmenden Postunternehmen haben ihre jährlichen Gesamtemissionen gegenüber dem Referenzjahr 2008 bislang um 41 Prozent reduziert.
Bis 2030 soll der Rückgang 50 Prozent erreichen. Als wesentliche Treiber gelten erneuerbare Energien in Gebäuden und Logistikstandorten sowie der zunehmende Einsatz alternativer Antriebe in den Zustellflotten.
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Fernverkehr rückt stärker in den Fokus
Nach der Elektrifizierung der letzten Meile verlagert sich der Schwerpunkt zunehmend auf längere Transportstrecken. Die Deutsche Post AG setzt im Brief- und Pakettransport bereits 50 Elektro-Lkw und 570 Bio-CNG-Lkw ein.
Gerade im Straßengüterverkehr ist die Dekarbonisierung technisch und wirtschaftlich anspruchsvoller als bei kleineren Zustellfahrzeugen. Für die DHL Group wird deshalb entscheidend sein, alternative Antriebe auch im Fernverkehr schrittweise in größerem Maßstab einzusetzen.
Nachhaltigkeit wird für E-Commerce wichtiger
Eine IPC-Befragung unter 2.500 Onlinehändlern in 19 Ländern zeigt zugleich eine hohe Zustimmung zu den Nachhaltigkeitsmaßnahmen der Postunternehmen. 70 Prozent der Befragten bewerten deren Nachhaltigkeitsleistung positiv.
Damit steigt auch der Druck auf Logistikunternehmen, belastbare Emissionsdaten bereitzustellen. Gerade im grenzüberschreitenden Onlinehandel wird die Vergleichbarkeit von CO2-Werten zunehmend wichtiger.
Carbon Footprint Calculator soll Transparenz erhöhen
13 Postunternehmen haben im Rahmen der IPC bereits einen gemeinsamen Carbon Footprint Calculator eingeführt. Das Instrument soll die Emissionen einzelner Sendungen entlang der gesamten Transportkette erfassen.
Für rund 95 Millionen Paketsendungen liegen nach Angaben der Branche bereits entsprechende Daten vor. Künftig soll das System auf weitere Postunternehmen ausgeweitet und zu einem gemeinsamen Standard für die CO2-Bilanzierung internationaler Sendungen entwickelt werden.





