Trotz nahezu flächendeckender Ausstattung mit Smartphone und Computer erledigt ein Teil der Bevölkerung alltägliche Aufgaben weiterhin bewusst offline. Laut einer repräsentativen Verivox-Umfrage führen 10 Prozent der Befragten ihre Bankgeschäfte ohne Internet durch, 16 Prozent planen Reisen nicht digital und 17 Prozent schließen Verträge weder über Smartphone noch über Laptop oder PC ab.
Gleichzeitig besitzen 99 Prozent der Befragten ein Smartphone und 98 Prozent einen Laptop oder PC. Die Unterschiede liegen damit weniger beim Gerätezugang als bei der tatsächlichen Nutzung verschiedener digitaler Angebote.
Ältere erledigen häufiger Aufgaben offline
Besonders groß ist die digitale Zurückhaltung bei Menschen über 60 Jahren. 32 Prozent dieser Altersgruppe schließen Verträge nicht online ab, 26 Prozent planen ihren Urlaub ohne digitale Unterstützung und 28 Prozent nutzen keine sozialen Netzwerke.
Shopping und Online-Recherche sind dagegen über alle Altersgruppen hinweg stärker digitalisiert. Mehr als 90 Prozent der Befragten verwenden dafür Smartphone oder Computer.
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Laptop bleibt bei Büroarbeiten wichtig
Der klassische Rechner spielt trotz wachsender Smartphone-Nutzung weiterhin eine wichtige Rolle. 71 Prozent nutzen Laptop oder PC bevorzugt für private Büroarbeiten, 53 Prozent für Vertragsänderungen oder Vertragsabschlüsse. Bei Banking und Streaming greift jeweils nur gut ein Drittel bevorzugt zum Rechner.
Dabei zeigen sich deutliche Geschlechterunterschiede. Männer nutzen Laptop oder PC bei allen elf abgefragten Aktivitäten häufiger als Frauen. Beim Vertragsabschluss liegt der Anteil bei 60 gegenüber 47 Prozent, bei Online-Recherchen bei 50 gegenüber 36 Prozent.
Frauen setzen häufiger auf das Smartphone
Beim Smartphone kehrt sich das Bild um. Frauen liegen bei sämtlichen abgefragten Tätigkeiten vor Männern. Besonders stark ist die mobile Nutzung bei Social Media: 77 Prozent der Frauen und 70 Prozent der Männer bevorzugen dafür das Smartphone.
Auch Nachrichten und E-Mails werden von Frauen häufiger mobil genutzt. Beim Online-Banking gleichen sich die Werte dagegen an: Rund 56 Prozent beider Geschlechter verwenden dafür bevorzugt das Smartphone.
Einkommen und Bildung beeinflussen Gerätenutzung
Auch Einkommen und Bildungsstand wirken sich auf das Nutzungsverhalten aus. 81 Prozent der Befragten mit Studienabschluss und 82 Prozent der Haushalte mit mindestens 3.800 Euro Einkommen nutzen Laptop oder PC für private Büroarbeiten.
Bei geringerem Bildungsstand und Einkommen fällt die Laptop-Nutzung in einzelnen Bereichen um bis zu 28 Prozentpunkte niedriger aus. Grundlage der Ergebnisse ist eine Online-Befragung von 1.000 Personen zwischen 18 und 79 Jahren im Juli 2026. Die Stichprobe wurde nach Alter, Geschlecht und Bundesland gewichtet.




