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DMA bremst Siri AI aus: Apple verschiebt KI-Start für iPhone und iPad in der EU

Abkürzung DMA für Digital Markets Act als neue Gesetzgebung der Europäischen Union (EU)
Ivan Marc / Shutterstock

Key takeaways

Apple verschiebt den Start von Siri AI auf iPhone und iPad in der EU. Als Grund nennt der Konzern die Vorgaben des Digital Markets Act. Zahlreiche KI-Funktionen von Apple Intelligence bleiben europäischen Nutzern damit vorerst verwehrt. Einen Termin für die Einführung gibt es bislang nicht.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Während Apple mit Siri AI seine bislang größte KI-Offensive vorgestellt hat, müssen Nutzer in der Europäischen Union vorerst auf die neue Technologie verzichten. Der Konzern bestätigte in einem Statement, dass Siri AI zum Start von iOS 27 und iPadOS 27 nicht in der EU verfügbar sein wird. Als Ursache nennt Apple die Vorgaben des Digital Markets Act (DMA).

Die neue Siri gilt als Herzstück von Apple Intelligence und soll deutlich mehr leisten als klassische Sprachassistenten. Sie versteht persönliche Kontexte, analysiert Bildschirminhalte, führt App-übergreifende Aktionen aus und greift auf aktuelle Informationen aus dem Web zu. Genau diese tiefgreifende Integration sorgt nun für Konflikte mit den europäischen Regulierungsbehörden.

Apple sieht Sicherheitsrisiken durch DMA

Nach Darstellung des Unternehmens verlangt die aktuelle Auslegung des DMA, dass konkurrierende virtuelle Assistenten ähnliche Zugriffsrechte erhalten wie Siri AI. Dadurch müssten Drittanbieter-KI-Systeme unter anderem auf Nachrichten, Dateien, Einkäufe und App-Funktionen zugreifen können.

Apple argumentiert, dass ein solcher Zugang erhebliche Risiken für Datenschutz und Sicherheit schaffen würde. Mit zunehmenden Fähigkeiten moderner KI-Systeme steige auch die Gefahr von Datenmissbrauch oder ungewollten Aktionen auf dem Gerät.

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Diese Funktionen fehlen EU-Nutzern

Mit der Verzögerung bleiben zahlreiche neue Siri-AI-Funktionen auf iPhone und iPad zunächst außen vor. Dazu zählen:

• Die neue Siri-App mit geräteübergreifenden Gesprächen
• Erweiterte Visual-Intelligence-Funktionen
• KI-gestützte Schreibwerkzeuge
• Der neue Siri-Modus in der Kamera-App
• App-übergreifende Aktionen und Automatisierungen

Für Entwickler in der EU gilt die Einschränkung ebenfalls. Sie können die neuen Siri-AI-Funktionen auf iOS und iPadOS zunächst nicht testen oder in Apps integrieren.

Mac, Vision Pro und Apple Watch erhalten Siri AI

Die Verzögerung betrifft ausschließlich iPhone und iPad. Auf dem Mac, der Vision Pro und der Apple Watch soll Siri AI auch in der Europäischen Union mit den neuen Betriebssystemversionen verfügbar sein.

Apple betont zudem, dass man mehrere Lösungsvorschläge bei der Europäischen Kommission eingereicht habe. Dazu gehörte ein Sicherheitsmodell namens „Trusted System Agent“, das konkurrierenden Assistenten kontrollierten Zugriff ermöglichen sollte. Laut Apple wurden sämtliche Vorschläge abgelehnt.

Kein Termin für den EU-Start

Der Konzern will die Gespräche mit den europäischen Behörden fortsetzen, nennt aber keinen Zeitplan für eine Einführung. Damit droht Europa vorerst von einem der wichtigsten Bestandteile von Apple Intelligence ausgeschlossen zu bleiben.

Während Nutzer in anderen Regionen die neue Siri-Generation noch 2026 erhalten sollen, bleibt für EU-Anwender offen, wann Apples KI-Assistent auf iPhone und iPad tatsächlich startet.

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