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DocMorris hebt Prognose nach starkem Rezeptgeschäft an

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Foto: DocMorris

Key takeaways

DocMorris wächst im ersten Halbjahr 2026 vor allem mit verschreibungspflichtigen Medikamenten und digitalen Diensten. Nach der stärkeren Geschäftsentwicklung hält das Unternehmen am angestrebten EBITDA-Breakeven in der zweiten Jahreshälfte fest.

Lesezeit ca. 2 Minuten

DocMorris hat im ersten Halbjahr 2026 Umsatz und operatives Ergebnis verbessert und hebt nach einer stärkeren Entwicklung im Rezeptgeschäft und bei digitalen Diensten die Jahresprognose an. Der Außenumsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,5 Prozent auf 627,8 Millionen Schweizer Franken (rund 675 Millionen Euro), der ausgewiesene Umsatz um 13,4 Prozent auf 599,2 Millionen Franken (rund 645 Millionen Euro).

Das bereinigte EBITDA blieb zwar negativ, verbesserte sich aber um 17,9 Millionen auf minus 10,9 Millionen Franken (rund minus 12 Millionen Euro). Auch innerhalb des Halbjahres verringerte DocMorris den Verlust: Nach minus 6,3 Millionen Franken im ersten Quartal waren es im zweiten Quartal noch minus 4,6 Millionen Franken.

Das unbereinigte EBITDA lag mit minus 20 Millionen Franken (rund minus 22 Millionen Euro) deutlich niedriger. Darin enthalten sind außerordentliche Aufwendungen von 7,6 Millionen Franken (rund 8 Millionen Euro), unter anderem für die AI-First-Strategie und die Schließung des Standorts Ludwigshafen. Nach Angaben des Unternehmens sollen daraus resultierende Einsparungen diese Belastungen im zweiten Halbjahr weitgehend kompensieren.

Rezeptgeschäft wächst deutlich schneller

Wachstumstreiber bleibt das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. Der Rx-Umsatz legte im ersten Halbjahr um 38,3 Prozent zu, im zweiten Quartal beschleunigte sich das Wachstum auf 45,8 Prozent.

DocMorris führt die Entwicklung auf höhere Wiederbestellraten, stärkere Kundenbindung und die Gewinnung neuer Kunden zurück. Vom ersten zum zweiten Quartal nahm die Zahl der aktiven Rx-Kunden um 7,1 Prozent zu. Gleichzeitig seien die Kosten für die Kundengewinnung gesunken.

Das Unternehmen erhöht deshalb seine Erwartung für das Rx-Geschäft deutlich. Für das Gesamtjahr wird nun ein Wachstum von rund 40 Prozent erwartet. Bislang hatte DocMorris mit etwa 20 Prozent gerechnet.

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Digital Services legen um 71 Prozent zu

Auch außerhalb des Rezeptgeschäfts wuchs DocMorris, allerdings mit deutlich unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Der Non-Rx-Bereich legte im ersten Halbjahr um 6,6 Prozent zu, der OTC-Umsatz um 4,0 Prozent.

Wesentlich dynamischer entwickelten sich die Digital Services mit TeleClinic, Retail Media und Marktplatz. Ihr Umsatz stieg um 71,4 Prozent, während sich das EBITDA nach Unternehmensangaben verdoppelte. Allein TeleClinic erreichte 48 Prozent Umsatzwachstum und 51 Prozent mehr Behandlungen.

Für Digital Services erwartet DocMorris 2026 nun ein Umsatzplus von mehr als 50 Prozent. Zuvor hatte das Unternehmen ein Wachstum im mittleren zweistelligen Prozentbereich prognostiziert.

Jahresprognose wird angehoben

Nach dem ersten Halbjahr grenzt DocMorris seine Erwartungen für 2026 nach oben ein. Beim Außenumsatz rechnet das Unternehmen jetzt mit einem Wachstum von 9 bis 13 Prozent. Zuvor war ein Anstieg vom mittleren einstelligen bis in den unteren Zehner-Prozentbereich vorgesehen.

Für das bereinigte EBITDA erwartet DocMorris nun einen Verlust zwischen 10 und 17,5 Millionen Franken (rund 11 bis 19 Millionen Euro). Die bisherige Spanne reichte bis zu einem Minus von 25 Millionen Franken (rund 27 Millionen Euro). Die Investitionen sollen unter 30 Millionen Franken (rund 32 Millionen Euro) bleiben.

Trotz der deutlichen operativen Verbesserung schreibt DocMorris damit auf EBITDA-Basis weiterhin rote Zahlen. Das Management hält jedoch daran fest, in der zweiten Jahreshälfte den EBITDA-Breakeven zu erreichen. Der Free Cashflow soll im Laufe des Jahres 2027 die Gewinnschwelle erreichen.

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