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Logistikbranche sieht Reformprogramm als ersten Schritt – mehr Entlastung nötig

Weisser Logistik LKW auf der Autobahn
Foto: depositphotos.com

Key takeaways

Die Logistikbranche sieht im Reformprogramm der Bundesregierung erste positive Ansätze, fordert jedoch weitere Entlastungen. Besonders bei Bürokratieabbau, Energieversorgung und Kosten sieht sie Handlungsbedarf.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Logistikbranche bewertet das neue Reformprogramm der Bundesregierung vorsichtig positiv, sieht jedoch weiterhin erheblichen Nachbesserungsbedarf. Zwar erkennt die Branche erste Entlastungsansätze, doch für eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung reichen die Maßnahmen nicht aus, wie der Bundesverband Spedition und Logistik DSLV in einer Stellungnahme mitteilt.

Erste Entlastungen, aber keine echte Trendwende

Das vorgestellte Maßnahmenpaket wird als Schritt in die richtige Richtung gewertet. Besonders die angekündigte Begrenzung nationaler Sonderregelungen bei der Umsetzung europäischen Rechts wird begrüßt. Dennoch bleibt die Erwartung bestehen, dass Bürokratie spürbarer reduziert wird. Aus Sicht der Branche sollte Deutschland stärker auf europäischer Ebene für Deregulierung eintreten, anstatt zusätzliche nationale Anforderungen zu schaffen.

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Energiebedarf rückt in den Fokus

Mit der fortschreitenden Elektrifizierung gewinnt die Energieversorgung für die Logistik deutlich an Bedeutung. Der geplante Ausbau der Stromnetze sowie verbindliche Anschlusszusagen werden daher positiv bewertet. Allerdings fordert die Branche, dass diese Maßnahmen flächendeckend gelten und nicht nur großen Industrieunternehmen zugutekommen. Angesichts steigender Strombedarfe sieht sie zudem Handlungsbedarf bei den Energiekosten.

Kritik an steuerlichen Maßnahmen

Einige steuerpolitische Vorhaben stoßen auf Ablehnung. Insbesondere die geplante Erhöhung der Pauschalsteuer für Minijobs wird kritisch gesehen, da sie flexible Beschäftigungsmodelle belasten könnte. Positiv bewertet wird hingegen die Anhebung steuerfreier Zuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit, die vielen Beschäftigten zugutekommen dürfte.

Bundeshaushalt wird zum Härtetest

Entscheidend für die Branche bleibt die konkrete Umsetzung der angekündigten Maßnahmen. Der kommende Bundeshaushalt wird dabei als zentraler Prüfstein gesehen. Erst wenn Investitionen in Infrastruktur und Wettbewerbsfähigkeit tatsächlich finanziell hinterlegt sind, kann sich zeigen, ob das Reformprogramm nachhaltige Wirkung entfaltet.

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