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Ernährungsindustrie wächst deutlich – Auslandsgeschäft treibt Umsatzplus

Verarbeitung von Mais in einer Fabrik
Foto: depositphotos.com

Key takeaways

Trotz steigender Umsätze bleibt die Lage angespannt: Die Ernährungsindustrie profitiert von Exporten und stabiler Produktion, sieht sich jedoch weiterhin mit hohen Energiepreisen, schwankenden Rohstoffkosten und einer verhaltenen Konsumstimmung konfrontiert.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die deutsche Ernährungsindustrie hat laut dem aktuellen BVE-Konjunkturreport im März 2026 ein spürbares Wachstum verzeichnet. Preisbereinigt stiegen die Umsätze um 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Besonders das Auslandsgeschäft entwickelte sich dynamisch, während auch im Inland ein deutlicher Zuwachs registriert wurde. Insgesamt erreichte die Branche einen nominalen Umsatz von 20,7 Milliarden Euro und konnte damit ihre wirtschaftliche Lage stabilisieren.

Auslandsnachfrage stärkt Gesamtentwicklung

Der preisbereinigte Auslandsumsatz legte um 5,9 Prozent zu und erwies sich damit als zentraler Wachstumstreiber. Im Inland stieg der reale Umsatz ebenfalls deutlich um 5,4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Nominal entfielen 13,0 Milliarden Euro auf das Inlandsgeschäft, während 7,7 Milliarden Euro im Ausland erwirtschaftet wurden. Trotz sinkender Exportpreise blieb die Nachfrage auf internationalen Märkten stabil.

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Rohstoffpreise bleiben zentraler Einflussfaktor

Die Kostenentwicklung wird weiterhin maßgeblich von Agrarrohstoffen und Energie bestimmt. Der FAO Food Price Index stieg im Mai leicht an, wobei insbesondere Zucker und Getreide teurer wurden. Gleichzeitig entwickelten sich die Preise einzelner Produkte unterschiedlich: Während etwa Gurken deutlich teurer wurden, gaben Kartoffelpreise stark nach. Tierische Erzeugnisse verzeichneten insgesamt rückläufige Jahreswerte, mit Ausnahme von Rindfleisch, das spürbar zulegte.

Energie verteuert Produktion deutlich

Die Preise für Energierohstoffe zeigen weiterhin eine hohe Dynamik. Erdgas verteuerte sich im April im Monatsvergleich deutlich, während auch Erdöl massive Preissteigerungen verzeichnete. Insgesamt liegen die Gaspreise weiterhin weit über dem Niveau der Vorkrisenjahre. Diese Entwicklung erhöht den Kostendruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Lebensmittelproduktion.

Geschäftsklima bleibt verhalten

Trotz positiver Umsatzentwicklung bleibt die Stimmung in der Branche angespannt. Der ifo-Geschäftsklimaindex verbesserte sich zwar leicht, liegt jedoch weiterhin unter der neutralen Marke. Unternehmen bewerten ihre aktuelle Lage etwas besser, blicken jedoch vorsichtig auf die kommenden Monate. Parallel dazu verschlechterte sich das Konsumklima der Verbraucher, was die Nachfrageentwicklung perspektivisch dämpfen könnte.

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