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Erzeugerpreise steigen wieder – Energiemarkt treibt Entwicklung

Arbeiter in einer Fabrik
Foto: Pexels

Key takeaways

Die Erzeugerpreise in Deutschland steigen wieder. Vor allem Energie und Vorleistungsgüter treiben die Entwicklung, während Verbrauchsgüter günstiger werden. Die Zahlen zeigen zunehmenden Preisdruck in der Industrie bei gleichzeitig uneinheitlicher Preisentwicklung.

Lesezeit ca. 1 Minute

Die Erzeugerpreise in Deutschland sind im April 2026 erneut gestiegen und signalisieren zunehmenden Preisdruck in der Industrie. Vor allem Energie und Vorleistungsgüter treiben laut Statistischem Bundesamt die Entwicklung, während Verbrauchsgüter teilweise günstiger werden.

Energiepreise als zentraler Treiber

Im April lagen die Erzeugerpreise insgesamt um 1,7 Prozent über dem Vorjahresniveau und stiegen gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent. Besonders stark wirkten sich steigende Energiepreise aus, die im Jahresvergleich um 2,0 Prozent zulegten.

Treiber waren vor allem Mineralölerzeugnisse. Kraftstoffe verteuerten sich um 34,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr, Rohbenzin um 47,4 Prozent und leichtes Heizöl sogar um 57,6 Prozent. Hintergrund sind geopolitische Spannungen im Nahen Osten.

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Unterschiedliche Entwicklung bei Energiekomponenten

Während Mineralölprodukte deutlich teurer wurden, entwickelten sich andere Energieformen gegenläufig. Strompreise lagen 4,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau, Erdgas verbilligte sich um 3,1 Prozent.

Im Monatsvergleich zeigte sich jedoch auch hier ein Anstieg: Energie insgesamt verteuerte sich gegenüber März um 2,4 Prozent.

Vorleistungsgüter treiben Industriepreise

Die Preise für Vorleistungsgüter stiegen im Jahresvergleich um 2,6 Prozent. Besonders stark verteuerten sich Metalle mit einem Plus von 9,1 Prozent.

Edelmetalle legten sogar um 63,6 Prozent zu, während Kupferpreise um 20,9 Prozent stiegen. Auch Holzprodukte (+5,4 Prozent) sowie chemische Grundstoffe (+3,2 Prozent) trugen zum Preisanstieg bei.

Verbrauchsgüter mit rückläufigen Preisen

Im Gegensatz dazu verbilligten sich Verbrauchsgüter um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders deutlich fielen die Preise für Nahrungsmittel (-2,5 Prozent).

Einzelne Produkte wie Butter (-38,8 Prozent) und Schweinefleisch (-11,0 Prozent) wurden erheblich günstiger. Gleichzeitig verteuerten sich Investitionsgüter (+2,0 Prozent) und Gebrauchsgüter (+1,9 Prozent) moderat.

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