Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in Deutschland sind im August 2026 deutlich gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen sie 4,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Gegenüber Juli 2026 erhöhten sich die Preise um 1,1 Prozent.
Haupttreiber waren Energie und Vorleistungsgüter. Ohne Energie gerechnet lagen die Erzeugerpreise 3,1 Prozent über dem Vorjahreswert und 0,2 Prozent über dem Vormonat.
Energie verteuert sich besonders stark
Energie kostete im August 8,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und 3,2 Prozent mehr als im Juli. Besonders deutlich verteuerten sich Mineralölerzeugnisse mit einem Plus von 40,5 Prozent gegenüber August 2025.
Leichtes Heizöl war 65,3 Prozent teurer, Kraftstoffe verteuerten sich um 37,7 Prozent. Auch Erdgas in der Verteilung legte um 7,5 Prozent zu, während Strom 1,7 Prozent mehr kostete.
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Metalle und Chemie treiben Vorleistungsgüter
Die Preise für Vorleistungsgüter stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,1 Prozent. Besonders stark war der Anstieg bei Metallen mit 14,8 Prozent.
Edelmetalle sowie Kupfer und Kupferhalbzeug verteuerten sich jeweils um 34,6 Prozent. Chemische Grundstoffe kosteten 11,2 Prozent mehr, Düngemittel 8,4 Prozent.
Holzprodukte ebenfalls deutlich teurer
Auch Holz sowie Holz- und Korkwaren lagen über dem Vorjahresniveau. Insgesamt betrug das Plus 7,1 Prozent. Nadelschnittholz verteuerte sich um 8,2 Prozent.
Besonders stark stiegen die Preise für Pellets, Briketts und Scheite. Sie lagen 36,6 Prozent über dem Niveau von August 2025.
Verbrauchsgüter werden günstiger
Während Investitionsgüter um 2,4 Prozent und Gebrauchsgüter um 2,1 Prozent teurer wurden, sanken die Preise für Verbrauchsgüter um 2,0 Prozent.
Bei Nahrungsmitteln lag das Minus sogar bei 4,3 Prozent. Butter verbilligte sich um 40,5 Prozent, Schweinefleisch um 16,3 Prozent und Rindfleisch um 9,3 Prozent. Teurer wurden dagegen pflanzliche Öle mit einem Plus von 17,5 Prozent und Zucker mit 3,6 Prozent.





