Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte in Deutschland sind im April 2026 deutlich gesunken. Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamts lagen sie um 12,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Damit beschleunigt sich der Preisrückgang weiter, nachdem bereits in den Vormonaten zweistellige Rückgänge verzeichnet wurden.
Pflanzliche und tierische Produkte gleichermaßen betroffen
Sowohl pflanzliche als auch tierische Erzeugnisse verzeichneten im Jahresvergleich deutliche Preisrückgänge. Die Preise für pflanzliche Produkte sanken um 12,1 Prozent, während tierische Erzeugnisse sogar um 12,4 Prozent günstiger waren als im April 2025. Im Monatsvergleich zeigte sich hingegen ein gemischtes Bild: Während pflanzliche Produkte um 4,2 Prozent günstiger wurden, legten tierische Produkte leicht um 0,1 Prozent zu.
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Kartoffeln und Milch als zentrale Preistreiber
Besonders stark wirkte sich der anhaltende Preisverfall bei einzelnen Produkten aus. Speisekartoffeln verbilligten sich im Jahresvergleich um 54,7 Prozent und zählen damit zu den wichtigsten Treibern des Rückgangs bei pflanzlichen Erzeugnissen. Auf der tierischen Seite fiel insbesondere der Milchpreis ins Gewicht, der um 26,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau lag.
Uneinheitliche Entwicklung bei einzelnen Warengruppen
Innerhalb der einzelnen Produktkategorien zeigen sich deutliche Unterschiede. Während Obstpreise um mehr als 24 Prozent zurückgingen und auch Getreide sowie Futterpflanzen günstiger wurden, stiegen die Preise für einzelne Gemüsesorten wie Tomaten und Gurken deutlich an. Auch Wein verteuerte sich leicht im Jahresvergleich.
Bei tierischen Produkten entwickelten sich die Preise ebenfalls unterschiedlich: Während Schlachtschweine deutlich günstiger wurden, verteuerten sich Rinder, Geflügel und Eier. Diese gegenläufigen Entwicklungen zeigen die hohe Volatilität innerhalb der Agrarmärkte.
Insgesamt spiegeln die aktuellen Zahlen eine weiterhin angespannte Lage in der Landwirtschaft wider. Sinkende Erzeugerpreise bei gleichzeitig schwankenden Kostenstrukturen stellen viele Betriebe vor wirtschaftliche Herausforderungen und erhöhen den Druck entlang der gesamten Wertschöpfungskette.





