Die Erzeugerpreise in Deutschland sind im Mai 2026 erneut gestiegen, allerdings in moderatem Tempo. Vor allem höhere Kosten für Vorleistungsgüter und Energie haben zur Entwicklung beigetragen, während einige Konsumgüter deutlich günstiger wurden.
Moderate Preissteigerung im Jahresvergleich
Im Mai 2026 lagen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte laut Statistischem Bundesamt um 2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Auch im Vergleich zum April 2026 zeigte sich ein leichter Anstieg von 0,3 Prozent.
Damit setzt sich ein moderater Aufwärtstrend fort, nachdem in den vergangenen Jahren teils deutlich stärkere Preisschwankungen zu beobachten waren.
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Vorleistungsgüter treiben Preisentwicklung
Den größten Einfluss auf den Anstieg hatten Vorleistungsgüter, deren Preise um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zunahmen. Besonders Metalle verteuerten sich deutlich, darunter Edelmetalle sowie Kupferprodukte.
Auch chemische Grundstoffe und Düngemittel trugen zur Entwicklung bei. Diese Preissteigerungen wirken sich entlang der Wertschöpfungskette auf zahlreiche Industriebereiche aus.
Energiepreise mit gemischter Entwicklung
Energie verteuerte sich im Jahresvergleich um 2,5 Prozent, zeigte jedoch im Monatsvergleich einen leichten Rückgang. Ausschlaggebend waren vor allem hohe Preise für Mineralölerzeugnisse, die infolge geopolitischer Spannungen weiterhin auf einem erhöhten Niveau liegen.
Gleichzeitig gingen die Preise für Strom, Erdgas und Fernwärme gegenüber dem Vorjahr zurück, was die Gesamtentwicklung etwas dämpfte.
Unterschiedliche Trends bei Konsumgütern
Während Investitions- und Gebrauchsgüter jeweils um rund 2 Prozent teurer wurden, entwickelten sich Verbrauchsgüter gegenläufig. Sie verbilligten sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent.
Besonders deutlich sanken die Preise für Nahrungsmittel, darunter Butter und Schweinefleisch. Diese Entwicklung zeigt, dass sich Preistrends je nach Produktgruppe stark unterscheiden.
Insgesamt verdeutlichen die aktuellen Daten, dass sich der Preisdruck in der Industrie weiterhin uneinheitlich entwickelt. Während bestimmte Rohstoffe und Vorprodukte deutlich teurer werden, sorgen sinkende Preise in anderen Bereichen für Entlastung.





