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Energieverbrauch der EU sinkt – Lebensmittelbranche bildet Ausnahme

Ackerfeld mit grosser Solar Energieanlage
Foto: Amazon

Key takeaways

Während der Energieverbrauch der EU-Industrie seit Jahren sinkt, entwickelt sich die Lebensmittelbranche gegen den Trend. Besonders erneuerbare Energien gewinnen an Bedeutung, während fossile Brennstoffe in vielen Industriezweigen weiter an Relevanz verlieren.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Energieverbrauch der Industrie in der Europäischen Union ist in den vergangenen zehn Jahren weiter zurückgegangen. Im Jahr 2024 lag der Endenergieverbrauch laut Eurostat bei 8.835 Petajoule und damit 8,1 Prozent niedriger als 2014. Damit setzt sich ein langfristiger Trend fort, der bereits seit den 1990er-Jahren zu beobachten ist.

Strom und Erdgas bleiben wichtigste Energieträger

Den größten Anteil am Energieverbrauch der europäischen Industrie hatten 2024 Strom und Erdgas. Auf Strom entfielen 2.945 Petajoule beziehungsweise 33,3 Prozent des Gesamtverbrauchs. Erdgas kam auf 2.817 Petajoule und einen Anteil von 31,9 Prozent.

Erneuerbare Energien und Biokraftstoffe erreichten mit 999 Petajoule bereits einen Anteil von 11,3 Prozent und lagen damit vor Mineralölprodukten, die 10,4 Prozent des industriellen Energiebedarfs deckten. Kleinere Anteile entfielen auf feste fossile Brennstoffe, Fernwärme und nicht erneuerbare Abfälle.

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Fossile Energieträger verlieren an Bedeutung

Im Vergleich zu 2014 sank der Verbrauch der meisten Energieträger. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei festen fossilen Brennstoffen aus, deren Nutzung um 34,8 Prozent zurückging. Auch der Verbrauch von Wärme verringerte sich deutlich um 23,7 Prozent.

Zuwächse verzeichneten dagegen erneuerbare Energien und Biokraftstoffe mit einem Plus von 24,3 Prozent. Noch stärker stieg die Nutzung nicht erneuerbarer Abfälle, deren Einsatz um 32,1 Prozent zunahm.

Lebensmittelindustrie erhöht Energieverbrauch

Entgegen dem allgemeinen Trend stieg der Energieverbrauch in der Lebensmittel-, Getränke- und Tabakindustrie. Die Branche benötigte 2024 insgesamt 1.134 Petajoule und war damit für 12,8 Prozent des gesamten industriellen Energieverbrauchs verantwortlich.

Gegenüber 2014 nahm der Energieeinsatz in diesem Bereich um 4,7 Prozent zu. Hauptenergieträger blieben Erdgas mit einem Anteil von 46,3 Prozent sowie Strom mit 35,3 Prozent.

Erneuerbare Energien legen besonders stark zu

Innerhalb der Lebensmittelindustrie wuchs vor allem der Einsatz erneuerbarer Energien und Biokraftstoffe. Hier wurde ein Anstieg von 68,4 Prozent registriert. Auch die Nutzung nicht erneuerbarer Abfälle nahm deutlich zu.

Gleichzeitig erhöhte sich der Verbrauch von Strom und Erdgas moderat. Dagegen ging der Einsatz fester fossiler Brennstoffe um mehr als ein Drittel zurück. Die Zahlen verdeutlichen, dass sich die Branche zwar weiterhin auf klassische Energieträger stützt, zugleich aber zunehmend alternative Energiequellen integriert.

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