Mit dem Tankrabatt will die Bundesregierung Autofahrer finanziell entlasten – doch aktuelle Daten zeigen, dass die Maßnahme nur begrenzt wirkt. Der ifo Tankrabatt-Tracker analysiert täglich, in welchem Umfang die Steuersenkung tatsächlich an den Zapfsäulen ankommt.
Preisentwicklung im Vergleich zu Frankreich
Die Auswertung basiert auf einem Vergleich der Kraftstoffpreise in Deutschland und Frankreich. Betrachtet werden Diesel sowie die Benzinsorten Super E5 und Super E10. Entscheidend ist dabei die Veränderung der Preisdifferenz zwischen beiden Ländern. Eine vollständige Weitergabe des Tankrabatts würde sich in einem Rückgang von rund 17 Cent pro Liter widerspiegeln – dieses Niveau wird jedoch bislang nicht konstant erreicht.
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Politische Maßnahme mit begrenzter Wirkung
Der Tankrabatt wurde als Reaktion auf stark gestiegene Energiepreise eingeführt. Hintergrund ist insbesondere die angespannte Lage auf den internationalen Märkten infolge geopolitischer Konflikte. Seit dem 1. Mai 2026 gilt eine befristete Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe, die zusammen mit der Mehrwertsteuerentlastung etwa 17 Cent pro Liter ausmacht.
Bereits Mitte Mai zeigte das ifo-Institut, dass der Rabatt nicht komplett weitergegeben wird. Die Maßnahme ist zunächst bis Ende Juni vorgesehen und verursacht Steuermindereinnahmen in Milliardenhöhe.
Unsichere Weitergabe durch Mineralölkonzerne
Ob die Entlastung vollständig bei den Verbrauchern ankommt, hängt maßgeblich vom Verhalten der Mineralölunternehmen ab. Da diese die Preise eigenständig festlegen, besteht keine Garantie für eine vollständige Weitergabe. Die bisherigen Daten deuten darauf hin, dass ein Teil der Steuerersparnis nicht an die Autofahrer weitergereicht wird.
Komplexe Analyse statt einfacher Vorher-Nachher-Vergleiche
Um die tatsächliche Wirkung des Tankrabatts zu bestimmen, nutzt das ifo Institut einen Differenz-in-Differenzen-Ansatz. Dabei wird angenommen, dass sich die Preise in Deutschland ohne Eingriff ähnlich entwickelt hätten wie in Frankreich. Durch die Bereinigung um bestehende Preisunterschiede lassen sich externe Einflüsse wie Ölpreise oder Nachfrageeffekte herausrechnen und die Wirkung der Maßnahme präziser bestimmen.




