Die Ingka Group, größter IKEA-Händler weltweit, hat ihren aktuellen Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht für das Finanzjahr 2025 veröffentlicht. Das Unternehmen zeigt Fortschritte bei der Reduktion seiner betrieblichen Emissionen, beim Ausbau zirkulärer Angebote und bei der Nutzung erneuerbarer Energiequellen.
Der Jahresumsatz der Gruppe, die für knapp 90 % der Ikea-Umsätze verantwortlich ist und weltweit rund 166.000 Mitarbeiter beschäftigt, belief sich auf 41,5 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 0,9 % entspricht. Trotz dieses leichten Rückgangs, der zum Teil strategisch durch Preissenkungen resultiert, erwirtschaftete die Gruppe ein operatives Ergebnis von 1,5 Milliarden Euro – eine Marge von 3,5 %, verglichen mit 3,0 % im Vorjahr.
Wachstum beim Möbelrückkauf und Online-Marktplätzen
Ein zentrales Element der Nachhaltigkeitsstrategie ist der Rückkauf gebrauchter Möbel. Im Geschäftsjahr 2025 wurden rund 686.500 Produkte zurückgenommen – ein Anstieg von 39 % gegenüber dem Vorjahr. Diese Artikel werden in den sogenannten „As-is“-Bereichen von inzwischen 424 Filialen wiederverkauft. Zusätzlich wurden in Norwegen, Portugal und Spanien digitale Secondhand-Marktplätze für IKEA-Möbel gestartet. Eine europaweite Ausweitung dieses Peer-to-Peer-Angebots ist geplant.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Emissionsfreie Lieferungen und Energieziele
Die emissionsfreien Heimlieferungen erreichten einen Anteil von 60 %, verglichen mit 41 % im Vorjahr. Damit unterstreicht das Unternehmen seine Ambitionen, die komplette Lieferkette klimafreundlicher zu gestalten. Parallel gelang es, den Strombedarf zu 94,8 % aus erneuerbaren Quellen zu decken. Der verbleibende Anteil soll zügig geschlossen werden.
Im Vergleich zum Basisjahr 2016 wurden die eigenen Emissionen (Scope 1 und 2) um 70,6 % gesenkt – allein 22,3 % seit dem Vorjahr. Auch in der Lebensmittelproduktion konnte IKEA Fortschritte erzielen: Seit 2017 wurde die Verschwendung um 60 % reduziert, was allein 2025 rund 9,6 Millionen geretteten Mahlzeiten entspricht.
Fortschritte bei Gleichstellung und Berichterstattung
Auch in sozialen Bereichen zeigt der Bericht Fortschritte. Die geschlechtsspezifische Lohnlücke sank auf 3,4 %, nur 0,6 % der Mitarbeitenden benötigten finanzielle Anpassungen.
Erstmals ist der Bericht entlang der ESG-Säulen (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) strukturiert. Dies bereitet den Übergang zur EU-weiten Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) und den zugehörigen Standards (ESRS) vor.
Ein Großteil des CO₂-Fußabdrucks liegt außerhalb des direkten Einflussbereichs – etwa bei Produktion und Transport der Produkte. Hierfür arbeitet Inter IKEA Group als Franchisegeber an neuen Methoden und Datengrundlagen, um Fortschritte künftig genauer erfassen zu können.


