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Westwing verbucht Umsatzrückgang, steigert Profitabilität jedoch deutlich

Eingerichtete Wohnung mit Westwing Möbeln und Logo
Foto: Westwing

Key takeaways

Westwing steigert im zweiten Quartal 2025 das bereinigte EBITDA um 61 % auf 6 Mio. Euro und bestätigt trotz rückläufigem Umsatz die Jahresprognose. Die Eigenmarke wächst deutlich, neue Länder und Stores werden erschlossen. CEO Hoerning sieht Westwing auf Kurs zur Erreichung der Ziele für 2025 und 2026.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Im zweiten Quartal 2025 hat Westwing seine Profitabilität deutlich gesteigert und gleichzeitig die Jahresprognose bestätigt. Das bereinigte EBITDA legte im Vergleich zum Vorjahr um 61 % auf 6 Mio. Euro zu. Die EBITDA-Marge stieg auf 6,3 % – ein Plus von 2,6 Prozentpunkten. Auch das EBIT drehte mit 2 Mio. Euro ins Plus, nachdem im Vorjahr noch ein Minus von 3 Mio. Euro zu Buche stand. Diese Entwicklung ist auf Maßnahmen zur Komplexitätsreduktion, verbesserte Margen und ein straffes Kostenmanagement zurückzuführen.

Weniger Umsatz, aber höherer Wertanteil der Eigenmarke

Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 % auf 100 Mio. Euro, was im Rahmen der Erwartungen liegt. Die Plattform verzeichnete einen Rückgang des Bruttowarenvolumens (GMV) um 3,6 %. Ursache hierfür ist die Umstellung auf ein hochwertigeres, zugleich schlankeres Produktsortiment. Die eigene Westwing Collection erwies sich jedoch als Wachstumstreiber: Sie legte um 19 % zu und erreichte einen Rekordanteil von 65 % am GMV – ein Zuwachs von zwölf Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.

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Cashflow negativ – aber solide Finanzbasis

Der Free Cashflow lag im zweiten Quartal bei -5 Mio. Euro. Zum Quartalsende belief sich die Netto-Cash-Position dennoch auf stabile 50 Mio. Euro. Der Anstieg der Lagerbestände aufgrund zahlreicher Neueinführungen im Sortiment der Westwing Collection führte zu einem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Das Unternehmen erwartet, dass sich der Lagerbestand im zweiten Halbjahr normalisiert, was das Nettoumlaufvermögen wieder verbessern dürfte.

Internationale Expansion und stationäres Wachstum

Parallel zum Onlinegeschäft treibt Westwing die physische Präsenz voran: Neben der Eröffnung von Stores in München und Berlin ging ein weiteres Store-in-Store-Konzept an den Start. Zudem wurde die internationale Präsenz durch Markteintritte in acht neue Länder ausgebaut. Zwei weitere sollen bis Jahresende folgen. Kooperationen wie die mit Designer Harry Nuriev stärken zudem die Markenwahrnehmung als Premiumanbieter.

Zuversicht für das Gesamtjahr

Westwing bekräftigt die Prognose für das Geschäftsjahr 2025: Der Umsatz soll zwischen 425 und 455 Mio. Euro liegen, was einer Wachstumsrate von -4 % bis +2 % entspricht. Die Transformation im Vorjahr soll trotz gebremsten Wachstums zu einer verbesserten Profitabilität führen. Erwartet wird ein bereinigtes EBITDA von 25 bis 35 Mio. Euro bei einer Marge zwischen 6 % und 8 %. Ab 2026 strebt das Unternehmen wieder ein deutliches Umsatzwachstum im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich an.

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