ANZEIGE

ANZEIGE

Zahlungsverkehr im Wandel: Echtzeit statt Bargeld ist die neue Devise

Payment Bezahlung mit Smart Watch
Foto: Freepik

Key takeaways

Digitale Wallets, Instant Payments und mobile Lösungen prägen zunehmend den Zahlungsverkehr in Europa. Während Bargeld an Bedeutung verliert, treiben Regulierung und Technologie den Wandel voran – mit großen Unterschieden zwischen Ländern wie der Schweiz, Deutschland und Schweden.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Kartenzahlungen, mobile Wallets und Instant Payments verändern den Zahlungsverkehr in Europa grundlegend. Das zeigt die neue „Retail-Payments-Market Studie 2025“, die BearingPoint gemeinsam mit OeNPAY vorgelegt hat. Die Analyse untersucht die Entwicklung in Europa und der DACH-Region und stellt fest: Der Trend geht klar in Richtung Echtzeit, Mobilität und digitale Bezahlformen.

Im Jahr 2023 wurden in den analysierten Märkten über 100 Milliarden bargeldlose Zahlungen abgewickelt – ein Zuwachs von über sechs Prozent jährlich in Industrieländern und mehr als 25 Prozent in Schwellenländern. Immer stärker dominieren Kartenzahlungen und mobile Wallets wie Apple Pay, Google Pay oder Bluecode den Alltag. In Skandinavien erfolgt der Großteil der Zahlungen bereits kontaktlos mit Karte, während in der Schweiz TWINT als nationale Lösung etabliert ist und in Deutschland Mobile Payment allmählich zur Selbstverständlichkeit wird.

Echtzeit-Zahlungen setzen sich durch

Ein zentraler Aspekt der Studie ist der Durchbruch von Instant Payments. Sinkende Transaktionskosten und EU-weite Regulierung treiben die Einführung voran. Bereits jeder zweite Verbraucher in Europa möchte künftig Echtzeitüberweisungen nutzen. In der Schweiz ist dies durch das Swiss Interbank Clearing (SIC)-System bereits weit verbreitet. Deutschland und Österreich verzeichnen einen zunehmenden Einsatz von SEPA Instant Payments – unterstützt durch regulatorische Maßnahmen.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Plattformen und Regulierer formen den Markt neu

Gleichzeitig fragmentiert sich der Zahlungsverkehr. FinTechs, Neobanken und internationale Plattformanbieter übernehmen zunehmend Schnittstellen zum Kunden, während klassische Banken Marktanteile verlieren. In Deutschland etwa wird ein FinTech-Marktvolumen von rund 14,6 Milliarden US-Dollar (ca. 13,6 Mrd. Euro) prognostiziert. Die Schweiz hat mit rund 30 FinTechs pro Million Einwohner eine der höchsten Dichten in Europa.

Neue regulatorische Vorgaben wie MiCA, PSD3 und DORA stellen höhere Anforderungen an Sicherheit, Interoperabilität und Transparenz. Die Mehrheit der europäischen Zahlungsdienstleister ist inzwischen dem SEPA Instant Scheme beigetreten – ein Schritt, der Innovation fördert, aber zugleich für viele Institute operative Herausforderungen mit sich bringt.

Große Unterschiede zwischen den Ländern

Ein Ländervergleich zeigt erhebliche Unterschiede in der Geschwindigkeit der Transformation. Während Schweden, die Schweiz und das Vereinigte Königreich als digitale Vorreiter gelten, ist in Deutschland und Österreich Bargeld zwar noch weit verbreitet, verliert aber kontinuierlich an Bedeutung. Emerging Markets wie Indien und Mexiko holen technologisch auf, getragen von günstiger Infrastruktur und hoher Smartphone-Durchdringung.

Christian Bruck von BearingPoint betont, dass die digitale Transformation des Zahlungsverkehrs nur mit flexibler Technologie, regulatorischer Anpassung und einem klaren Fokus auf den Kundennutzen gelingen kann. OeNPAY-Geschäftsführer Bernhard Krick hebt die Heterogenität innerhalb Europas hervor – sie sei Herausforderung und Chance zugleich.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored