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Bargeld unter Druck: Verbraucherschützer schlagen Alarm

Glas mit Euro Geldscheinen und Muenzen
Foto: Pixabay

Key takeaways

Immer mehr Händler und Dienstleister akzeptieren kein Bargeld mehr – mit spürbaren Folgen für viele Verbraucher. Die Verbraucherzentrale fordert gesetzlich verankerte Regeln, um Barzahlungen ohne Hürden und Zusatzkosten zu garantieren. Besonders betroffen sind Menschen ohne Zugang zu digitalen Zahlungsmitteln.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Trotz seines Status als gesetzliches Zahlungsmittel steht Bargeld im Alltag vieler Menschen zunehmend unter Druck. Eine aktuelle Befragung im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zeigt, dass knapp ein Drittel der Verbraucher in den letzten sechs Monaten mindestens einmal daran gehindert wurde, bar zu zahlen. Die Verbraucherschützer fordern deshalb klare gesetzliche Regelungen, um die Akzeptanz von Bargeld sicherzustellen – ohne Zusatzkosten und Hürden.

Konflikte und Nachteile durch fehlende Bargeldoption

Der Trend zur bargeldlosen Gesellschaft zeigt sich in immer mehr Alltagssituationen: In Bäckereien, Parkhäusern, Bussen oder bei Verwaltungsleistungen wird Bargeld zunehmend abgelehnt. Für viele Kunden hat das spürbare Folgen. Sie berichten von längeren Wegen zur nächsten akzeptierenden Verkaufsstelle, erhöhtem Aufwand, zusätzlichen Kosten und nicht zuletzt vom Verlust gesellschaftlicher Teilhabe – besonders für Menschen ohne digitale Zahlungsmöglichkeiten, wie Kinder, Jugendliche oder ältere Erwachsene.

Dorothea Mohn, Finanzmarktexpertin beim vzbv, betont: „Die sinkende Akzeptanz von Bargeld führt zu Konflikten, Kontrollverlust über Ausgaben und Ausschluss einzelner Bevölkerungsgruppen. Das widerspricht dem Prinzip der Teilhabe.“ Sie fordert deshalb, dass Bargeld weiterhin überall dort angenommen werden muss, wo ein direkter Kundenkontakt besteht – vom Einzelhandel bis zur öffentlichen Verwaltung.

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Verbraucherschützer fordern rechtlich bindende Vorgaben

Der vzbv ruft den Gesetzgeber auf, gesetzlich klar definierte Annahmepflichten für Bargeld zu schaffen. Ausnahmen sollen nur eng begrenzt und transparent geregelt sein. Zudem müsse die Einhaltung kontrolliert und Verstöße geahndet werden. Denn Bargeld ermögliche anonyme, einfache Zahlungen ohne digitale Infrastruktur und sei damit ein wesentlicher Baustein für eine resiliente und inklusive Gesellschaft.

Der Verband bringt diese Position auch in das Nationale Bargeldforum der Bundesbank ein, das sich mit der Zukunft des Bargelds in Deutschland befasst. Laut Bundesbank ist der Anteil der Barzahlungen im Einzelhandel seit Jahren rückläufig – ein Trend, dem die Verbraucherschützer nun entschieden entgegentreten wollen.

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