Trotz rückläufiger Umsätze hat die Intershop Communications AG im ersten Halbjahr 2026 operativ wieder schwarze Zahlen geschrieben. Maßgeblich dafür waren ein wachsendes Cloud-Geschäft sowie konsequente Kostensenkungen, die die Profitabilität deutlich verbessert haben.
Umsatzrückgang bei wachsendem Cloud-Anteil
Der Gesamtumsatz sank laut Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr auf 15,8 Millionen Euro. Gleichzeitig konnte das Cloud-Segment weiter zulegen und erreichte einen Umsatz von 10,5 Millionen Euro. Damit erhöhte sich der Anteil am Gesamtgeschäft deutlich auf 67 Prozent, was die strategische Ausrichtung des Unternehmens unterstreicht.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Starker Auftragseingang im Cloud-Geschäft
Besonders dynamisch entwickelte sich der Cloud-Auftragseingang, der um 26 Prozent auf 8,4 Millionen Euro zulegte. Auch der jährlich wiederkehrende Umsatz blieb auf hohem Niveau stabil. Nach einem schwachen Jahresauftakt zeigte sich im zweiten Quartal wieder ein leicht positives Wachstum beim Net New ARR.
Kostensenkungen verbessern Ergebnis deutlich
Die konsequente Reduzierung der Kostenbasis zeigte spürbare Wirkung. Während die betrieblichen Aufwendungen deutlich sanken, konnte die Bruttomarge auf 49 Prozent gesteigert werden. Das operative Ergebnis (EBIT) drehte mit 0,1 Millionen Euro wieder ins Plus und lag damit klar über dem Vorjahreswert.
Service- und Lizenzgeschäft rückläufig
Wie erwartet gingen die klassischen Erlösquellen zurück. Die Serviceumsätze sanken im Zuge der Partnerstrategie, während auch Lizenz- und Wartungserlöse deutlich nachgaben. Diese Entwicklung entspricht der strategischen Verlagerung hin zu cloudbasierten Geschäftsmodellen.
Cashflow deutlich verbessert und Prognose bestätigt
Der operative Cashflow stieg deutlich auf 4,3 Millionen Euro, wodurch sich auch die Liquiditätsposition verbesserte. Vor dem Hintergrund der stabilisierten Entwicklung hält Intershop an seiner Jahresprognose fest und erwartet weiterhin ein ausgeglichenes operatives Ergebnis bei leicht rückläufigem Umsatz.



