Jungheinrich erweitert seine Aktivitäten im Bereich Corporate Venturing. Die vom Intralogistikkonzern gegründete und finanzierte Uplift Ventures legt ihren ersten Venture-Capital-Fonds mit einem Volumen von 100 Millionen Euro auf. Im Mittelpunkt stehen laut Unternehmen junge Technologieunternehmen aus den Bereichen Physical AI, Energie, Enterprise AI und Logistik.
Der Fonds soll unabhängig operieren und vor allem in Unternehmen in frühen Entwicklungsphasen investieren. Neben europäischen Startups sind auch Beteiligungen in den USA und Asien vorgesehen. Darüber hinaus kann Kapital in ausgewählte Deep-Tech-Venture-Capital-Fonds fließen.
Deep Tech rückt in den strategischen Fokus
Mit dem Fonds will Jungheinrich frühzeitig Zugang zu Technologien erhalten, die für die zukünftige Entwicklung des Konzerns relevant sein könnten. Die vier Investitionsfelder liegen entsprechend nahe an Themen wie Automatisierung, künstliche Intelligenz, Energieversorgung und Logistik.
Der Schritt ist Bestandteil der Unternehmensstrategie 2030+. Jungheinrich will damit sein Portfolio erweitern sowie Innovationen, neue Geschäftsmodelle und strategische Partnerschaften fördern.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Uplift Ventures wurde 2025 gegründet
Jungheinrich hatte Uplift Ventures 2025 als eigenständige Corporate-Venturing-Einheit aufgebaut. Der neue Fonds ergänzt die bereits gestarteten Venture-Building-Aktivitäten und erweitert die Plattform um klassische Venture-Capital-Investitionen.
Für Jungheinrich entsteht dadurch ein zusätzlicher Zugang zu jungen Technologieunternehmen. Gleichzeitig sollen die Beteiligungen neben ihrem strategischen Nutzen auch attraktive finanzielle Renditen erzielen.
Investitionen auch außerhalb Europas geplant
Obwohl der Fonds insbesondere Europas nächste Generation von Deep-Tech-Gründern adressiert, ist der geografische Investitionsrahmen breiter angelegt. Uplift Ventures plant Engagements in wachstumsstarken Technologieunternehmen und ausgewählten Fonds in Europa, den USA und Asien.
Der Schwerpunkt liegt auf Early-Stage-Unternehmen. Damit positioniert sich Uplift Ventures in einer Phase, in der technologische Entwicklungen noch vergleichsweise früh sind und entsprechend langfristiges Kapital benötigen können.
Christian Noske übernimmt Verantwortung für Fonds
Für den Aufbau und die Führung des Fonds verstärkt Christian Noske das Management von Uplift Ventures als General Partner. Er verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung mit Deep-Tech-Investitionen in Europa, den USA und China.
Zuvor verantwortete Noske europäische Investments bei NGP Capital und war Gründungspartner bei BMW i Ventures sowie Alliance Ventures. Nach Angaben von Jungheinrich war er im Verlauf seiner Karriere an Investitionen in mehr als 40 Unternehmen beteiligt, unter anderem aus Robotik, Energie, Raumfahrt, autonomem Fahren, Produktion und Logistik.






