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KI wird zum Einkaufsberater: Wie Verbraucher Black Friday & Co planen

Frau mit mehreren Einkaufstüten mit Black Friday Schriftzug
Foto: Max Fischer / Pixabay

Key takeaways

76 % der Deutschen wollen bei Singles’ Day, Black Friday oder Cyber Monday zuschlagen. Viele nutzen bereits KI-Tools für Preisvergleiche und Produktsuchen. Laut BCG-Studie verschieben Käufer gezielt Anschaffungen, planen früher und reagieren sensibel auf Rabatte. Besonders gefragt: Alltagsartikel, Mode, Elektronik – und Geschenke.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Wunsch nach günstigen Einkäufen prägt das Verhalten deutscher Konsumenten zum Jahresende stärker denn je. Laut einer aktuellen Studie der Boston Consulting Group (BCG) wollen 76 Prozent der Befragten hierzulande an Shopping-Events wie Singles’ Day, Black Friday oder Cyber Monday gezielt zuschlagen – ein Anstieg um neun Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Besonders auffällig: Viele planen ihre Einkäufe strategisch. 83 Prozent verschieben Anschaffungen bewusst in den November, um von Rabatten zu profitieren.

Dabei beginnt die Schnäppchenjagd oft schon Wochen vor den eigentlichen Aktionstagen: Mehr als die Hälfte der Konsumenten (53 Prozent) startet frühzeitig mit der Suche nach Angeboten – ein Verhalten, das auch international zu beobachten ist. Rund 60 Prozent der befragten Konsumenten weltweit nehmen bereits im Oktober oder Anfang November gezielt Schnäppchen ins Visier.

KI als neuer Einkaufsberater

Künstliche Intelligenz spielt eine zunehmend zentrale Rolle beim Einkaufsverhalten. 45 Prozent der deutschen Verbraucher nutzen bereits entsprechende Tools – oder planen deren Einsatz – etwa zum Preisvergleich oder zur Produktsuche. Besonders beliebt sind KI-gestützte Empfehlungen zur Identifikation von Top-Angeboten (41 Prozent) und Geschenkideen (40 Prozent). Laut BCG-Partnerin Jessica Distler führt dies zu einer neuen Konsumentengeneration, die stärker informiert und anspruchsvoller ist. Händler stehen dadurch vor der Herausforderung, nicht nur mit Preisen, sondern auch mit digitaler Sichtbarkeit und Präzision innerhalb KI-getriebener Ökosysteme zu überzeugen.

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Stabilität bei Geschenkausgaben – klare Rabatt-Erwartungen

Im internationalen Vergleich zeigen sich deutsche Konsumenten eher zurückhaltend: Geplante Ausgaben für Jahresendkäufe stagnieren bei rund 340 Euro (ca. 395 US-Dollar) – während der globale Durchschnitt bei etwa 460 US-Dollar liegt. Millennials und Gen Z geben mit rund 360 Euro am meisten aus, Babyboomer bleiben mit durchschnittlich 263 Euro am sparsamsten. Besonders gefragt sind Produkte des täglichen Bedarfs (57 Prozent), Kleidung (50 Prozent) und Elektronik (41 Prozent). Zudem nutzen 58 Prozent der Verbraucher die Rabatte für den Geschenkekauf.

Deutsche Käufer haben dabei eine klare Vorstellung von einem guten Angebot: Ein Preisnachlass von rund 33 Prozent gilt als angemessen – insbesondere bei Mode und Kosmetik. Auch kostenlose oder vergünstigte Lieferungen sind für viele ein entscheidendes Kriterium. Flexible Zahlungsmethoden hingegen spielen in Deutschland eine untergeordnete Rolle: Nur ein Drittel zieht sie überhaupt in Betracht. In der Generation Z ist diese Bereitschaft allerdings deutlich ausgeprägter.

Online-Kanäle gewinnen weiter an Bedeutung

Der Einstieg in die Produktsuche erfolgt bei vielen Verbrauchern digital. Amazon (64 Prozent) und Google (35 Prozent) dominieren als Inspirationsquellen. Aber auch klassische Werbung im stationären Handel (29 Prozent) und soziale Netzwerke wie Instagram (21 Prozent) haben weiterhin Relevanz.

Für Händler bedeutet das: Wer in der heiß umkämpften Jahresendphase erfolgreich sein will, muss über verschiedene Kanäle hinweg präsent und in den richtigen Momenten sichtbar sein – idealerweise mit Unterstützung intelligenter Systeme, die Angebote und Botschaften in Echtzeit optimieren.

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