Lambert, ein traditionsreiches Möbelunternehmen aus Mönchengladbach, hat Insolvenz angemeldet. Wie Möbelkultur berichtet, wurde der Antrag bereits im August 2025 beim Amtsgericht eingereicht. Das Unternehmen war 1967 von Gunther Lambert gegründet worden und galt über Jahrzehnte hinweg als stilprägende Marke im Premiumsegment.
Führungswechsel ohne durchschlagende Wirkung
Im Dezember 2024 hatte Ole Franke die Geschäftsführung von Bernd Ehrengart übernommen. Er kündigte an, das Unternehmen gemeinsam mit einem erfahrenen Team neu aufzustellen. Trotz dieser Ambitionen verschärften sich die wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Laufe des Jahres. Details zum weiteren Verlauf des Insolvenzverfahrens will Franke zu einem späteren Zeitpunkt mitteilen.
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Rückläufiger Umsatz belastet das Unternehmen
Der Umsatz von Lambert sank laut Bericht der NRZ von knapp elf Millionen Euro im Jahr 2023 auf unter zehn Millionen Euro im Jahr 2024. Die rückläufige Entwicklung reiht sich ein in die allgemeine Schwäche der Möbelbranche, die seit Jahren unter Konsumzurückhaltung und starkem Wettbewerbsdruck leidet. Aktuell beschäftigt Lambert rund 70 Mitarbeiter.
Internationales Vertriebsnetz bleibt zunächst bestehen
Trotz der Insolvenz bleibt Lambert vorerst operativ tätig. Etwa zehn Prozent der Produkte werden über den firmeneigenen Onlineshop verkauft, der Großteil jedoch über ein internationales Netz aus mehreren hundert Fachhändlern. Zusätzlich betreibt Lambert eigene Flagship-Stores in deutschen Städten wie München, Düsseldorf und Berlin sowie Standorte im Ausland. Auch ein Factory Outlet am Unternehmenssitz gehört zum Vertriebsmodell.
Ungewisse Zukunft für Händler und Beschäftigte
Die zahlreichen Handelspartner stehen nun vor der Herausforderung, ihre Zusammenarbeit mit Lambert neu zu bewerten. Ob bestehende Verträge erfüllt werden können und wie es für die 70 Beschäftigten weitergeht, bleibt offen. Die Branche blickt gespannt auf die kommenden Schritte im Insolvenzverfahren.


