Auch im Zeitalter vielfältiger Streaming-Optionen bleibt der klassische Liveticker für viele Fußballfans ein zentraler Begleiter großer Turniere. Echtzeit-Kommentare, schnelle Analysen und unterhaltsame Einordnungen sorgen dafür, dass sich Millionen Fans parallel zum Spielgeschehen informieren, selbst wenn sie keine vollständige Übertragung verfolgen können.
Liveticker als feste Größe bei Fußballfans
Laut einer Bitkom-Befragung nutzen rund 40 Prozent der Menschen in Deutschland bei großen Turnieren wie der WM Liveticker, um sich über Spielverläufe auf dem Laufenden zu halten. Ergänzend setzen viele auf Push-Benachrichtigungen: Ein Drittel lässt sich Tore oder Zwischenstände direkt auf das Smartphone senden. Diese Form der Informationsvermittlung punktet vor allem durch Schnelligkeit und einfache Verfügbarkeit, unabhängig davon, ob ein Spiel aktiv verfolgt wird.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Digitale Interaktion während des Spiels
Neben der reinen Informationsaufnahme spielt der Austausch im Netz eine wachsende Rolle. 26 Prozent nutzen soziale Medien rund um die WM, während ebenso viele parallel zum Spiel chatten. Zusätzlich diskutieren 16 Prozent in Foren oder Online-Communities über Teams und Spielverläufe. Der sogenannte zweite Bildschirm ist damit längst fester Bestandteil des Fußballkonsums geworden und erweitert das Erlebnis um soziale Interaktion.
Ablenkung durch Smartphone bleibt ein Faktor
Die intensive Nutzung digitaler Angebote hat jedoch auch Nebenwirkungen. Mehr als ein Drittel der Befragten gibt an, bereits ein Tor verpasst zu haben, weil sie durch ihr Smartphone abgelenkt waren. Die parallele Nutzung mehrerer Kanäle führt somit nicht nur zu mehr Information, sondern kann auch entscheidende Momente im Spielgeschehen überdecken.
Kostenlose Streams dominieren die Nutzung
Bei der Wahl digitaler Angebote stehen kostenlose Livestreams klar an erster Stelle. 58 Prozent der Fans verfolgen Spiele auf diesem Weg im Internet. Kostenpflichtige Streamingdienste werden von 38 Prozent genutzt, während Internetradio und Podcasts eine ergänzende Rolle spielen. Insgesamt greifen rund 60 Prozent der Bevölkerung auf digitale Angebote zurück, um große Fußballturniere zu verfolgen.





