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Erlebnis schlägt Besitz: Wandel in der globalen Luxusbranche

Frau an einem Rooftop Pool einer Villa
Foto: Freepik

Key takeaways

Der weltweite Luxusmarkt bleibt 2025 stabil, verändert sich aber grundlegend: Konsumenten bevorzugen Erlebnisse statt Besitz, während sich der Fokus der Marken auf emotionale Ansprache, Effizienz und neue Zielgruppen richtet.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Trotz weltweiter Krisen und einem veränderten Konsumverhalten zeigt sich der globale Luxusmarkt widerstandsfähig. Für das Jahr 2025 prognostizieren Bain & Company und die Fondazione Altagamma ein Gesamtvolumen von rund 1,44 Billionen Euro. Hinter dieser Stabilität verbirgt sich jedoch ein grundlegender Wandel: Luxus definiert sich zunehmend über emotionale Erlebnisse statt über materiellen Besitz.

Die Studie unterstreicht, dass Konsumenten vermehrt auf erlebnisorientierten Genuss setzen – ob durch Reisen, Wellness oder Gourmetküche. Klassische Statussymbole verlieren an Relevanz, während exklusive Erlebnisse neue Formen von Prestige schaffen. Luxushotellerie, Kreuzfahrten und kulinarische Erlebnisse treiben das Wachstum, wohingegen etwa der Markt für Luxusautos – mit Ausnahme sportlicher Spitzenmodelle – stagniert.

Erlebnisorientierung verändert Marktdynamiken

Der Bereich der persönlichen Luxusgüter bleibt mit geschätzten 358 Milliarden Euro im Jahr 2025 stabil. Innerhalb des Segments zeigen sich jedoch Verschiebungen: Während erschwinglicher Luxus an Dynamik verliert, behauptet sich das obere Marktsegment durch stabile Nachfrage der einkommensstarken Zielgruppen. Schmuck bleibt der am schnellsten wachsende Bereich, gestützt durch emotionale Kaufmotive und personalisierte Designs.

Parfums als Teil des Beauty-Segments entwickeln sich besonders dynamisch, während Make-up und Hautpflege unter einem stärker werdenden Leistungsgefälle zwischen den Marken leiden. Im Uhrenmarkt spaltet sich das Feld weiter auf: Hochwertige Zeitmesser boomen, während gleichzeitig der Wiederverkaufsmarkt durch Preisdruck und Handelsbarrieren wächst. Auch die Modebranche erlebt eine Differenzierung – vor allem jene Marken, die junge und preisbewusste Zielgruppen erfolgreich ansprechen, profitieren.

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Regionale Disparitäten und verändertes Käuferverhalten

Geografisch betrachtet schwächeln 2025 insbesondere China und Europa. In beiden Regionen sinken die Luxusausgaben – in China um bis zu fünf Prozent, in Europa um bis zu drei Prozent. Der Nahe Osten hingegen verzeichnet mit bis zu sechs Prozent das stärkste Wachstum, getragen von Tourismus und steigender Kaufkraft. Auch Lateinamerika, Indien, Afrika und Südostasien gewinnen an Bedeutung.

Die Zahl der Luxuskäufer ist rückläufig: Von 400 Millionen im Jahr 2022 auf rund 340 Millionen im Jahr 2025. Das Interesse an Luxusprodukten sinkt spürbar, die Käufe erfolgen gezielter und seltener. Die Konsumenten bevorzugen kleinere Belohnungen, nutzen Rabattkanäle und zeigen wachsende Offenheit für den Wiederverkauf. Dagegen bleibt das Ausgabenniveau der „Big Spender“ stabil: Ihr Anteil am Gesamtmarkt stieg auf 46 bis 47 Prozent.

Herausforderungen für Profitabilität und Markenpositionierung

Die Branche steht unter steigendem Margendruck. Die EBIT-Margen der Luxusgüterunternehmen sinken laut Studie auf 15 bis 16 Prozent – ein Rückgang, der zu einem geschätzten Wertverlust von 100 Milliarden Euro führte. Die Reaktion der Marken: Ausweitung des Sortiments in neue Preissegmente, Einstieg in Gastronomie- und Wellnessangebote sowie stärkere Nutzung digitaler Kanäle.

Künftig entscheidet nicht nur Exklusivität, sondern auch ethisches Handeln, Nähe zur Zielgruppe und technologische Exzellenz über den Erfolg. Laut Studie sind Marken zukunftsfähig, wenn sie Erlebnis, Ethik und Emotion in ihr Markenversprechen integrieren und ihre Kommunikation gezielt auf differenzierte Konsumentengruppen ausrichten.

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