Trotz globaler Unsicherheiten und anhaltender Störungen in der Schifffahrt hat der dänische Logistikriese Maersk im ersten Quartal 2025 solide Ergebnisse erzielt. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,8 Prozent auf 13,3 Milliarden US-Dollar (rund 12,3 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte 1,3 Milliarden US-Dollar (ca. 1,2 Milliarden Euro), nachdem es im Vorjahr lediglich 177 Millionen US-Dollar betragen hatte.
Ocean-Sparte profitiert von stabilen Volumen und höheren Raten
Den größten Beitrag zum Ergebnis lieferte die Ocean-Sparte. Dort verbesserte sich das EBIT auf 743 Millionen US-Dollar (rund 690 Millionen Euro), begünstigt durch höhere Frachtraten und stabile Transportvolumen. Die Einführung eines neuen Ost-West-Netzwerks im Februar soll laut Unternehmen künftig noch mehr Effizienz und Zuverlässigkeit bringen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Logistik & Services mit Effizienzgewinnen
Auch im Segment Logistics & Services legte Maersk zu. Die EBIT-Marge stieg auf 4,1 Prozent, vor allem durch Projektlogistik und Verbesserungen in Fulfilment-Diensten. Der Bereich profitierte von konsequentem Kostenmanagement und höherer Produktivität.
Terminals mit starkem Volumenwachstum
Die Hafensparte Terminals konnte ebenfalls zulegen: Das EBIT kletterte auf 394 Millionen US-Dollar (rund 365 Millionen Euro), was unter anderem auf gestiegene Umsätze pro Umschlag und höhere Lagererlöse zurückzuführen ist. Automatisierung und bessere Auslastung sorgten dafür, dass die Kosten unter Kontrolle blieben.
Jahresprognose bleibt trotz Risiken unverändert
Trotz geopolitischer Spannungen und der anhaltenden Krise im Roten Meer hält Maersk an seiner Jahresprognose fest. Erwartet werden ein bereinigtes EBITDA zwischen 6 und 9 Milliarden US-Dollar (rund 5,6 bis 8,4 Milliarden Euro) und ein EBIT zwischen 0 und 3 Milliarden US-Dollar. Das weltweite Containerwachstum wurde allerdings auf -1 bis 4 Prozent nach unten korrigiert.
Investitionen und Ausschüttungen
Maersk investiert weiterhin kräftig in seine Infrastruktur: Die geplanten Investitionen für 2025 und 2026 liegen unverändert bei 10 bis 11 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Gleichzeitig wurden im ersten Quartal 2,5 Milliarden US-Dollar (rund 2,3 Milliarden Euro) an die Aktionäre ausgeschüttet.


