Die METRO AG hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 Umsatz und operatives Ergebnis gesteigert. Wachstumstreiber blieb insbesondere das Belieferungsgeschäft, während die laufende Transformation in Deutschland das Ergebnis weiterhin belastete.
Trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds sieht sich der Großhändler durch seine Effizienz- und Wachstumsstrategie gut aufgestellt und bestätigt die Prognose für das Gesamtjahr.
Belieferungsgeschäft wächst zweistellig
Der Umsatz von METRO stieg im ersten Halbjahr 2025/26 währungsbereinigt um 3,5 Prozent. Der berichtete Gesamtumsatz legte um 2,9 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro zu.
Besonders dynamisch entwickelte sich erneut das Belieferungsgeschäft, dessen Umsatz um 11,5 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro stieg. Das stationäre Geschäft wuchs dagegen nur leicht um 0,6 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro.
Auch der Online-Marktplatz METRO MARKETS verzeichnete weiteres Wachstum. Der Umsatz stieg dort währungsbereinigt um 5,4 Prozent auf 84 Millionen Euro.
Negative Wechselkurseffekte – insbesondere in der Türkei – belasteten die berichtete Umsatzentwicklung.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Operatives Ergebnis verbessert sich
Das bereinigte EBITDA erhöhte sich im ersten Halbjahr auf 493 Millionen Euro nach 468 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Treiber der Ergebnisverbesserung waren vor allem die Segmente West und Ost. Belastend wirkte weiterhin die Transformation des Deutschlandgeschäfts.
Zusätzlich fielen höhere Transformationskosten an. Diese beliefen sich im ersten Halbjahr auf 34 Millionen Euro nach 28 Millionen Euro im Vorjahr. Hintergrund sind laufende globale Kosteneinsparungsprogramme.
Deutlich geringer als im Vorjahr fielen dagegen die Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen aus. Diese lagen nur noch bei einer Million Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum insbesondere eine große Transaktion in Belgien das Ergebnis deutlich gestützt hatte.
Q2 ebenfalls mit Umsatz- und Ergebnisplus
Auch im zweiten Quartal setzte METRO den Wachstumskurs fort. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 3,9 Prozent, während der berichtete Umsatz um 3,2 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro zunahm.
Das bereinigte EBITDA verbesserte sich im zweiten Quartal auf 62 Millionen Euro nach 56 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Das berichtete EBITDA sank dagegen deutlich auf 47 Millionen Euro. Grund dafür waren erneut geringere Erträge aus Immobilientransaktionen im Vergleich zum Vorjahr.
METRO bestätigt Jahresprognose
Vorstandschef Steffen Greubel sieht das Unternehmen trotz des volatilen Marktumfelds auf Kurs. METRO setze weiterhin auf klare Prioritäten bei Effizienz, Produktivität und Kostenkontrolle.
Mit der konsequenten Umsetzung der sCore-Strategie wolle der Konzern seine Widerstandsfähigkeit stärken und die Basis für nachhaltiges Wachstum schaffen.
Die Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26 bestätigte METRO unverändert. Der Konzern rechnet weiterhin mit Wachstum und einer stabilen operativen Entwicklung trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten.


