Der Großhändler METRO hat im Geschäftsjahr 2024/25 Umsatz und operatives Ergebnis gesteigert, gleichzeitig jedoch einen deutlich höheren Verlust ausgewiesen. Wie das Unternehmen auf der Hauptversammlung in Düsseldorf mitteilte, kletterten die Umsätze auf 32,4 Milliarden Euro und das bereinigte EBITDA auf 1,2 Milliarden Euro. Belastet wurde das Jahresergebnis erneut durch hohe Transformationskosten.
Umsatzplus und EBITDA-Wachstum trotz schwieriger Rahmenbedingungen
METRO verzeichnete währungs- und portfoliobereinigt ein Umsatzwachstum von sechs Prozent und erreichte damit das obere Ende der Prognose. Alle Segmente und Kanäle trugen zu dieser Entwicklung bei. Das bereinigte EBITDA legte um 112 Millionen Euro auf knapp 1,2 Milliarden Euro zu, getrieben vor allem durch dynamisches Wachstum in den Regionen West und Ost sowie erste Erfolge des gruppenweiten Kostensenkungsprogramms.
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Transformation kostet – Jahresfehlbetrag steigt deutlich
Die angekündigten Transformationseffekte machten sich mit 170 Millionen Euro bemerkbar. Entsprechend fiel der Verlust mit –218 Millionen Euro deutlich höher aus als im Vorjahr (–120 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie sank auf –0,60 Euro. METRO-Chef Steffen Greubel betonte dennoch, der Konzern habe einen klaren Wachstumspfad eingeschlagen und sei durch die laufende Effizienzagenda strukturell besser aufgestellt.
Delivery treibt Wachstum – Digitalisierung gewinnt an Bedeutung
Als zentraler Wachstumstreiber erwies sich erneut das Delivery-Geschäft, dessen Umsatz um 14 Prozent auf neun Milliarden Euro stieg. Damit erreicht dieser Bereich inzwischen fast 30 Prozent des Konzernumsatzes. Auch das digitale Geschäft entwickelte sich positiv (+16 % auf 358 Millionen Euro), was die Wichtigkeit des Multichannel-Modells unterstreicht.
Kostensenkungen greifen schneller als erwartet
Im ersten Jahr des Cost Leadership Programme erzielte METRO bereits Einsparungen von rund 100 Millionen Euro. Fortschritte in IT-Standardisierung, zentralisierten Materialkosten und strukturellen Veränderungen im Unternehmen bilden laut METRO die Grundlage dafür, die avisierten jährlichen Einsparungen von 300 Millionen Euro ab 2027/28 zu erreichen.
Strategie sCore: Fokus auf Multichannel und finanzielle Stabilität
Nach vier Jahren inflationsbereinigtem Wachstum sieht sich METRO gut positioniert, seine langfristige Strategie fortzuführen. Der Fokus liegt auf der Stärkung des Multichannel-Großhandels, fortlaufender Effizienzsteigerung und einer robusteren finanziellen Basis. Da das Geschäftsjahr erneut mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen wurde, empfehlen Vorstand und Aufsichtsrat – im Einklang mit der Dividendenpolitik – keine Ausschüttung für 2024/25.


