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Mondelēz wächst im zweiten Quartal und steigert Gewinn deutlich

Produkte aller Snack-Marken von Mondelēz International
Foto: Mondelēz International

Key takeaways

Mondelēz steigert im zweiten Quartal 2026 Umsatz und Gewinn deutlich. Während Preiserhöhungen und Wachstum in Schwellenländern treiben, belasten höhere Kosten die bereinigte Profitabilität und führen zu einem leichten Rückgang beim bereinigten Ergebnis.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der US-Kosumgüterriese Mondelēz International, zu dem bekannte Marken wie Daim, Milka oder Oreo gehören, hat im zweiten Quartal 2026 ein solides Umsatzwachstum erzielt und gleichzeitig den Gewinn deutlich gesteigert. Der Snackkonzern profitierte von Preisanpassungen, leichtem Volumenwachstum sowie positiven Währungseffekten, während steigende Kosten und geopolitische Unsicherheiten weiterhin auf die Profitabilität drücken.

Umsatzwachstum durch Preise und Volumen gestützt

Der Konzernumsatz stieg im zweiten Quartal um 4,1 Prozent auf 9,36 Milliarden US-Dollar. Organisch lag das Wachstum bei 2,2 Prozent, getragen von Preissteigerungen sowie einem positiven Volumen- und Produktmix.

Besonders stark entwickelten sich die Schwellenländer, in denen die Erlöse um 7,4 Prozent zulegten. In Lateinamerika fiel das Wachstum mit über 15 Prozent besonders dynamisch aus, während auch Asien, der Nahe Osten und Afrika solide Zuwächse verzeichneten. Nordamerika zeigte ebenfalls eine stabile Entwicklung, während Europa leicht rückläufig blieb.

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Ergebnisentwicklung durch Sondereffekte geprägt

Der ausgewiesene Gewinn entwickelte sich deutlich stärker als der Umsatz. Das verwässerte Ergebnis je Aktie stieg um 144,9 Prozent auf 1,20 US-Dollar. Dieser starke Anstieg ist jedoch maßgeblich auf Sondereffekte zurückzuführen, insbesondere auf Bewertungsänderungen bei Rohstoff- und Währungsderivaten.

Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,73 US-Dollar und ging auf vergleichbarer Basis um 2,7 Prozent zurück. Hintergrund sind vor allem gestiegene Rohstoffkosten, höhere Marketingausgaben sowie zusätzliche Belastungen durch geopolitische Konflikte und Investitionen in IT-Systeme.

Margenentwicklung unter Kostendruck

Die Bruttomarge verbesserte sich deutlich, vor allem durch positive Bewertungseffekte und operative Fortschritte. Gleichzeitig blieb die bereinigte operative Marge unter Druck und sank, da steigende Kosten für Rohstoffe, Werbung und Verwaltung nicht vollständig kompensiert werden konnten.

Das operative Ergebnis legte insgesamt stark zu, was jedoch ebenfalls stark durch Einmaleffekte beeinflusst wurde. Auf bereinigter Basis zeigte sich hingegen eine rückläufige Entwicklung.

Cashflow und Kapitalrückführung bleiben stabil

Im ersten Halbjahr erzielte Mondelēz einen operativen Cashflow von 1,3 Milliarden US-Dollar sowie einen freien Cashflow von 0,7 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig gab der Konzern rund 1,5 Milliarden US-Dollar an die Aktionäre zurück.

Zusätzlich kündigte das Unternehmen eine Erhöhung der Quartalsdividende um 4 Prozent an und unterstreicht damit seine Kapitalrückführungsstrategie.

Ausblick bestätigt trotz volatiler Rahmenbedingungen

Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt Mondelēz seine Prognose. Das Unternehmen erwartet ein organisches Umsatzwachstum von mindestens 2 Prozent sowie eine stabile bis leicht steigende Entwicklung beim bereinigten Gewinn je Aktie.

Der Ausblick erfolgt vor dem Hintergrund eines weiterhin volatilen Umfelds, geprägt von geopolitischen Risiken, Handelsunsicherheiten und schwankenden Rohstoffpreisen. Dennoch sieht sich der Konzern aufgrund seiner starken Marken und globalen Präsenz gut positioniert.

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