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Konsumklima in Deutschland steigt auf höchsten Stand seit Monaten

Kleine Deutschland Flagge mit Geldbeutel und Euro Geldscheinen
Foto: depositphotos.com

Key takeaways

Steigende Einkommenserwartungen und leicht bessere Konjunkturaussichten verbessern das Konsumklima in Deutschland. Die Kaufbereitschaft bleibt jedoch niedrig, während Verbraucher trotz sinkender Sparneigung weiterhin vorsichtig mit größeren Anschaffungen umgehen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der NIM Konsumklimas powered by GfK hat sich im August spürbar verbessert. Nach den Erwartungen der Verbraucher steigt der Wert für September um 2,8 Punkte auf -26,6 Zähler. Ausschlaggebend sind vor allem deutlich optimistischere Einkommenserwartungen sowie eine leicht rückläufige Sparneigung. Auch die Konjunkturerwartungen entwickeln sich weiter positiv, während die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen auf niedrigem Niveau verharrt.

Einkommenserwartungen steigen deutlich

Den stärksten Impuls liefert die Entwicklung der Einkommenserwartungen. Der entsprechende Indikator legt gegenüber dem Vormonat um 16,2 Punkte auf 1,7 Zähler zu und erreicht damit den höchsten Stand seit einem halben Jahr. Hintergrund sind die zuletzt verbesserten wirtschaftlichen Perspektiven. Nach Angaben des NIM entwickelte sich das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal mit einem Plus von 0,3 Prozent besser als erwartet. Gleichzeitig verbesserten sich wichtige Stimmungsindikatoren der Wirtschaft, darunter der Ifo-Geschäftsklimaindex und der Einkaufsmanagerindex.

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Konjunkturaussichten setzen Erholung fort

Auch die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung steigen weiter. Der Konjunkturindikator verbessert sich zum vierten Mal in Folge und erreicht -3,9 Punkte. Trotz des weiterhin negativen Niveaus deutet die Entwicklung auf eine allmähliche Stabilisierung hin. Im Vergleich zum Vorjahr liegen die Werte zwar weiterhin niedriger, der kontinuierliche Aufwärtstrend wird jedoch als positives Signal für die kommenden Monate gewertet.

Kaufzurückhaltung bleibt bestehen

Von den gestiegenen Einkommens- und Konjunkturerwartungen profitiert die Konsumneigung bislang kaum. Der Indikator für größere Anschaffungen verharrt nahezu unverändert bei -9,8 Punkten. Damit bewegt sich die Kaufbereitschaft bereits seit rund vier Jahren auf einem außergewöhnlich niedrigen Niveau. Viele Verbraucher bleiben angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten weiterhin zurückhaltend und verschieben größere Investitionen trotz verbesserter Zukunftserwartungen.

Sparneigung bleibt auf hohem Niveau

Die Sparneigung geht zwar leicht um 1,5 Punkte auf 15,5 Zähler zurück, bewegt sich damit aber weiterhin auf einem hohen Niveau und entspricht in etwa dem Vorjahreswert. Insgesamt zeigt das aktuelle Konsumklima eine vorsichtige Verbesserung der Verbraucherstimmung. Während optimistischere Einkommenserwartungen und eine stabilere Konjunktureinschätzung für Auftrieb sorgen, verhindern die anhaltend schwache Anschaffungsneigung und die weiterhin hohe Sparbereitschaft bislang eine deutlichere Belebung des privaten Konsums.

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