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Online-Plattformen treiben Tourismus in Deutschland

Booking com auf einem Smartphone
Foto: appshunter.io / Unsplash

Key takeaways

Online-Plattformen verzeichnen 68,3 Millionen Übernachtungen in Deutschland. Besonders Inlandsreisen treiben das Wachstum, während kleine Anbieter den Großteil der Ferienunterkünfte stellen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Bedeutung von Online-Plattformen im deutschen Tourismus nimmt weiter zu. Im Jahr 2025 wurden über große Buchungsplattformen laut Statistischem Bundesamt insgesamt 68,3 Millionen Übernachtungen in Ferienwohnungen und -häusern in Deutschland gebucht. Das entspricht einem Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr und unterstreicht die wachsende Rolle digitaler Vertriebskanäle im Beherbergungsmarkt.

Deutliches Wachstum über Plattformen

Die Buchungszahlen beziehen sich auf die Plattformen Airbnb, Booking.com und Expedia. Trotz des Wegfalls von Daten von TripAdvisor konnte ein deutliches Wachstum erzielt werden. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 hat sich das Volumen der online gebuchten Übernachtungen sogar um mehr als 80 Prozent erhöht, was die langfristige Verschiebung hin zu digitalen Buchungskanälen verdeutlicht.

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Kleine Anbieter dominieren das Angebot

Ein Großteil der Buchungen entfällt auf kleinere Anbieter. Rund 94 Prozent der über Plattformen gebuchten Übernachtungen wurden in Unterkünften mit weniger als zehn Betten realisiert. Diese werden häufig von privaten Vermietern betrieben und sind in der klassischen Tourismusstatistik bislang nur teilweise erfasst. Insgesamt ergänzen die Plattformdaten damit einen erheblichen Teil des Marktes, der sonst statistisch kaum sichtbar wäre.

Inlandsnachfrage besonders stark

Die Nachfrage aus dem Inland entwickelte sich besonders dynamisch. Mit 48,5 Millionen Übernachtungen entfiel der größte Anteil auf deutsche Gäste, was einem Plus von über 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch internationale Gäste trugen zum Wachstum bei, wenn auch in geringerem Umfang. Insgesamt wurden 19,8 Millionen Übernachtungen von ausländischen Besuchern gebucht.

Niederlande wichtigster Auslandsmarkt

Bei den internationalen Gästen führen weiterhin die Niederlande mit 2,9 Millionen Übernachtungen. Es folgen Polen mit 2,1 Millionen sowie die USA und Frankreich mit jeweils rund 1,3 Millionen Übernachtungen. Auch die Schweiz zählt zu den wichtigsten Herkunftsländern. Die Zahlen zeigen, dass Deutschland für europäische Nachbarländer besonders attraktiv bleibt.

Regionale Verteilung zeigt klare Schwerpunkte

Innerhalb Deutschlands konzentrieren sich die meisten Buchungen auf einige Bundesländer. Bayern liegt mit 10,6 Millionen Übernachtungen an der Spitze, gefolgt von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen mit jeweils über 8 Millionen. Auffällig sind regionale Unterschiede bei der Herkunft der Gäste: Während in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein überwiegend inländische Gäste dominieren, ist der Anteil internationaler Besucher in Berlin besonders hoch.

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