Gen Z verleiht dem Herbst 2025 eine neue Richtung: Weg von Fast Fashion, hin zu Nachhaltigkeit und Individualität. Laut Pinterest dominieren Secondhand-Ästhetik und Vintage-Stücke die Suchtrends – mit teils vierstelligen Wachstumsraten. Besonders gefragt: „Dream thrift finds“ (+550 %) und „vintage fall aesthetic“ (+1.074 %).
Pinterest reagiert prompt und startet bis 26. September ein neues Format: den Thrift Shop. In dieser erstmals integrierten Shoppingwelt können Nutzer direkt auf der Plattform Vintage-Mode und Secondhand-Produkte entdecken und kaufen. Möglich wird das durch Partnerschaften mit globalen Thrift-Händlern sowie wöchentlichen Kleiderschrank-Drops bekannter Stil-Influencer.
Nachhaltigkeit trifft Stilvielfalt
Der Thrift-Trend geht weit über Kleidung hinaus. Auch „Thrifted kitchen“ (+1.012 %) und „Thrifted decor“ (+283 %) zeigen, dass Gen Z ihr Zuhause ebenso bewusst wie individuell gestaltet. Männer holen modisch auf: Suchanfragen zu „men thrift outfits“ legten um 31 % zu.
Die Trends sprechen eine klare Sprache: Nachhaltigkeit ist kein Kompromiss mehr, sondern Ausdruck kreativer Selbstentfaltung. Besonders gefragt sind preppy Looks mit klassischen Navy-Streifen (+3.925 %) und der „2000s preppy aesthetic“ (+2.867 %). Daneben erlebt der „Caffeine-Look“ einen Aufschwung – mit Farbtönen, die an Espresso, Matcha und Vanille erinnern.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Accessoires und Ästhetiken
Accessoires bekommen mehr Aufmerksamkeit – besonders analoge Uhren und Vintage-Zeitmesser, die klassische Eleganz ausstrahlen. Gen Z-Männer setzen verstärkt auf Stilbewusstsein mit Substanz.
Auch nostalgische Stilrichtungen feiern ihr Comeback: Die Ästhetik der 1960er-Jahre mit Babydoll-Kleidern (+4.428 %) und Abendroben (+5.928 %) erfährt eine neue Wertschätzung. Patchwork (+4.443 %) und Polka Dots (+1.512 %) unterstreichen den Wunsch nach individuellen, ausdrucksstarken Kleidungsstücken.
Pinterest zeigt mit seinem Trendbericht, wie eng Nachhaltigkeit, Stil und Individualität miteinander verknüpft sein können. Der „Thrift Shop“ wird dabei nicht nur zur Plattform für Vintage-Schätze, sondern zum Spiegel eines gesellschaftlichen Wandels, bei dem Konsum bewusster und modischer wird.



