John Lewis treibt seine Positionierung im Premium-Segment voran und setzt dabei auf ein modernes Plattformmodell. Ziel ist es, als erste Adresse für hochwertige Modemarken in Großbritannien wahrgenommen zu werden. Im Zentrum der Strategie steht eine neue Lieferantenplattform, die es ermöglichen soll, neue Marken schneller und effizienter in das Sortiment aufzunehmen.
Schneller Marktzugang für exklusive Marken
Die Plattform basiert auf Technologie des Anbieters Mirakl und erlaubt es John Lewis, Produkte neuer Partner über ein Direktversandmodell anzubieten. Damit entfällt die Notwendigkeit, Ware vorab zu kaufen, zu lagern und zu versenden. Kunden profitieren dadurch von einem deutlich erweiterten Angebot und einer schnelleren Verfügbarkeit aktueller Kollektionen auf johnlewis.com sowie in der App.
Zum Start ist der britische Schuhspezialist Russell & Bromley einer der ersten Partner, die auf der Plattform gelistet werden. Die Zusammenarbeit soll die Reichweite beider Marken erweitern und unterstreicht den Anspruch, ein kuratiertes Sortiment anzubieten, das Qualität und Service vereint.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Plattformmodell als Teil einer größeren Digitalstrategie
Rachel Morgans, Fashion-Direktorin bei John Lewis, erklärt: „Unsere Ambition ist es, die erste Adresse für Premium-Marken im Vereinigten Königreich zu sein. Die neue Plattform bringt uns diesem Ziel näher und erlaubt es uns, schneller auf Kundenwünsche zu reagieren.“ Die Kooperation mit Russell & Bromley demonstriere, welche Markenqualität John Lewis anziehe.
Andrew Bromley, CEO von Russell & Bromley, hebt hervor, dass die Kundenorientierung und der Qualitätsanspruch beider Unternehmen gut harmonieren: „Wir freuen uns, mit John Lewis zusammenzuarbeiten und unsere Designs einer größeren Kundengruppe zugänglich zu machen.“
Ergänzung bestehender Omnichannel-Maßnahmen
Die neue Plattform ergänzt bestehende Initiativen von John Lewis, darunter das „Deliver from Store“-Programm, bei dem Online-Bestellungen direkt aus den Beständen stationärer Geschäfte abgewickelt werden. Über 20 Filialen sind bereits an dieses Modell angeschlossen. Parallel läuft ein Pilotprojekt für Schnelllieferungen in Kooperation mit Uber Eats.
Adrien Nussenbaum, Mitgründer und Co-CEO von Mirakl, sieht in der neuen Plattform einen strategischen Schritt: „John Lewis zeigt, wie sich ein traditionsreicher Einzelhändler erfolgreich modernisieren kann. Das erweiterte Angebot steigert die Attraktivität für Kunden, ohne den Vertrauensvorsprung einzubüßen.“


