Mobile Payment gewinnt im deutschen Einzelhandel spürbar an Bedeutung. Immer mehr Kundinnen und Kunden nutzen Smartphone oder Smartwatch an der Kasse. Laut aktueller EHI-Studie erreicht das mobile Bezahlen inzwischen einen festen Platz im Zahlungsalltag.
Mobiles Bezahlen wächst dynamisch
Rund 19,3 Prozent aller unbaren Zahlungen im stationären Handel wurden zuletzt mobil abgewickelt – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Bezogen auf alle Transaktionen entspricht das 9,3 Prozent der rund 20 Milliarden Zahlungsvorgänge jährlich. Parallel dazu etabliert sich kontaktloses Bezahlen als Standard: Der Großteil der Kartenzahlungen erfolgt inzwischen per NFC-Technologie.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Neue Anbieter treiben Entwicklung
Zusätzliche Dynamik erhält der Markt durch erweiterte Zugänge auf mobilen Endgeräten. Neben etablierten Wallet-Lösungen großer Banken bieten inzwischen auch Genossenschaftsbanken und Zahlungsdienstleister eigene Apps an. Möglich wurde dieser Schub durch regulatorische Änderungen, die Drittanbietern den Zugang zu Schnittstellen erleichtern.
Kartenzahlung baut Marktanteile aus
Der Trend zum bargeldlosen Bezahlen setzt sich fort. Der Umsatzanteil von Bargeld sinkt weiter und liegt nur noch bei gut einem Drittel. Karten erreichen dagegen mehr als 65 Prozent. Besonders internationale Debitkarten gewinnen an Bedeutung und verzeichnen ein überdurchschnittliches Wachstum. Insgesamt steigt der Kartenumsatz deutlich an.
Online-Payment bleibt stabil verteilt
Im E-Commerce behaupten sich etablierte Verfahren weiterhin. Digitale Bezahldienste führen das Ranking, gefolgt vom Rechnungskauf. Während Lastschriftverfahren Anteile verlieren, holen internationale Karten auch online weiter auf. Neue mobile Bezahllösungen spielen bislang noch eine untergeordnete Rolle, gewinnen aber an Sichtbarkeit.


