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ProSiebenSat.1 steigert EBITDA trotz rückläufigem Umsatz deutlich

Headquarter der ProSiebenSat.1 Media SE
Foto: ProSiebenSat.1 Media SE

Key takeaways

ProSiebenSat.1 hat im ersten Quartal 2026 trotz rückläufiger Umsätze das EBITDA deutlich gesteigert. Wachstum bei digitalen Werbeerlösen, Joyn und flaconi sowie ein striktes Kostenmanagement stabilisieren den Medienkonzern im schwierigen Werbemarkt.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die ProSiebenSat.1 Group hat im ersten Quartal 2026 trotz eines rückläufigen Umsatzes ihre Profitabilität deutlich verbessert. Während die schwache Konjunktur und der strukturelle Wandel im Werbemarkt weiterhin auf die Erlöse drücken, profitierte der Medienkonzern von konsequentem Kostenmanagement und dem Wachstum digitaler Geschäftsbereiche.

EBITDA steigt um 50 Millionen Euro

Der Konzernumsatz lag im ersten Quartal bei 775 Millionen Euro und damit neun Prozent unter dem Vorjahreswert. Organisch – bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte – betrug der Rückgang drei Prozent.

Das EBITDA verbesserte sich gleichzeitig deutlich um 50 Millionen Euro auf 44 Millionen Euro. Auch das EBIT legte spürbar zu und erreichte drei Millionen Euro nach einem negativen Vorjahreswert. Neben Kosteneinsparungen wirkte sich dabei aus, dass das Vorjahresquartal durch Sondereffekte im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung von Verivox belastet war.

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Digitale Werbeerlöse und Joyn wachsen weiter

Im Entertainment-Segment gingen die klassischen TV-Werbeumsätze erneut zurück. Ursache sind laut Unternehmen sowohl die schwache Wirtschaftslage als auch die anhaltende Verlagerung von Werbebudgets in digitale Medien.

Positiv entwickelten sich dagegen die digitalen und smarten Werbeerlöse, die um zehn Prozent zulegten. Wachstumstreiber waren insbesondere die Streaming-Plattform Joyn, die Vermarktung von Inhalten auf externen Plattformen sowie das Audiogeschäft.

Die AVoD-Umsätze von Joyn stiegen um 14 Prozent, die Erlöse aus kostenpflichtigen Streaming-Angeboten (SVoD) um 19 Prozent. Insgesamt erreichte ProSiebenSat.1 mit seinen linearen und digitalen Angeboten monatlich rund 61 Millionen Menschen in Deutschland.

flaconi bleibt wichtiger Wachstumstreiber

Im Segment Commerce & Dating belasteten vor allem Portfolioverkäufe sowie das schwierige Marktumfeld im Dating-Geschäft die Umsatzentwicklung. Der Segmentumsatz sank um elf Prozent auf 323 Millionen Euro.

Bereinigt um Portfolio- und Währungseffekte verzeichnete der Bereich jedoch ein Wachstum von sechs Prozent. Besonders stark entwickelte sich erneut der Online-Beautyhändler flaconi, der seinen Umsatz zweistellig steigerte.

Zugleich treibt der Konzern seine Portfoliobereinigung weiter voran. Seit Jahresbeginn wurden mehrere Beteiligungen verkauft, darunter Studio71 US, esome, Kairion sowie die Plattformen billiger-mietwagen.de und CamperDays.

Jahresprognose bleibt bestehen

Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt ProSiebenSat.1 seine Prognose. Organisch erwartet der Konzern weiterhin ein leichtes Umsatzwachstum sowie einen deutlichen Anstieg des EBITDA.

Beim Verschuldungsgrad strebt das Unternehmen zum Jahresende unverändert eine Bandbreite zwischen 3,0x und 3,5x an. Finanzvorstand Bob Rajan sieht zudem erste positive Signale im Werbemarkt und verweist auf eine stärkere Entwicklung im April gegenüber dem ersten Quartal.

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