Der Online-Apothekenkonzern Redcare Pharmacy ist mit einem kräftigen Umsatz- und Ergebniswachstum in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Die Online-Apotheke profitierte im ersten Quartal insbesondere von der weiterhin hohen Nachfrage im E-Rezept-Geschäft sowie einer wieder anziehenden Entwicklung im Non-Rx-Bereich.
Der Konzernumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 18,4 Prozent auf 849,5 Millionen Euro. Gleichzeitig erhöhte sich das bereinigte EBITDA um 58 Prozent auf 14,4 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 1,3 auf 1,7 Prozent.
E-Rezept-Geschäft bleibt wichtigster Wachstumstreiber
Besonders stark entwickelte sich erneut das verschreibungspflichtige Geschäft in Deutschland. Der Umsatz im Rx-Segment legte dort um 55 Prozent zu. Über die gesamte DACH-Region hinweg stiegen die Rx-Umsätze um 35,5 Prozent.
Redcare Pharmacy profitiert dabei weiterhin von der zunehmenden Nutzung elektronischer Rezepte. Gleichzeitig verbesserte sich die Kundenzufriedenheit im E-Rezept-Bereich deutlich. Der sogenannte Net Promoter Score (NPS) stieg auf 76 Punkte und lag damit klar über dem Vorjahreswert.
Der Anteil des Rx-Geschäfts am Gesamtumsatz erhöhte sich auf 37 Prozent nach 33 Prozent im Vorjahresquartal.
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Non-Rx-Geschäft gewinnt wieder an Dynamik
Auch das Geschäft mit nicht verschreibungspflichtigen Produkten entwickelte sich positiv. Der Non-Rx-Umsatz des Konzerns stieg um 10,2 Prozent.
Besonders in Deutschland beschleunigte sich das Wachstum wieder deutlich. Nach einem schwächeren vierten Quartal 2025 erreichte das Non-Rx-Geschäft im ersten Quartal ein Wachstum von neun Prozent. Im April lag das Plus laut Unternehmen bereits bei rund elf Prozent.
Die Zahl der aktiven Kunden erhöhte sich innerhalb eines Jahres um 1,1 Millionen auf insgesamt 14,2 Millionen. Gleichzeitig stieg der durchschnittliche Warenkorb um neun Prozent auf 68 Euro.
Effizientere Kostenstruktur verbessert Profitabilität
Trotz eines wettbewerbsintensiven Marktumfelds und eines höheren Anteils verschreibungspflichtiger Medikamente konnte Redcare Pharmacy seine Profitabilität steigern. Dazu trugen vor allem effizientere Marketingausgaben sowie Skaleneffekte bei den Fixkosten bei.
Die Vertriebs- und Marketingkosten gemessen am Umsatz gingen deutlich zurück. Gleichzeitig sank auch der Anteil der Verwaltungskosten am Umsatz.
Die Bruttomarge lag mit 21 Prozent zwar unter dem Vorjahreswert, blieb gegenüber dem Schlussquartal 2025 jedoch stabil.
Jahresprognose bleibt unverändert
Für das Gesamtjahr bestätigt Redcare Pharmacy seine bisherigen Ziele. Das Unternehmen erwartet weiterhin ein Umsatzwachstum zwischen 13 und 15 Prozent sowie einen Umsatz mit verschreibungspflichtigen Medikamenten in Deutschland von mehr als 670 Millionen Euro.
Im Non-Rx-Bereich rechnet der Konzern mit einem Wachstum zwischen acht und zehn Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge soll im Gesamtjahr mindestens 2,5 Prozent erreichen.
CEO Olaf Heinrich sieht das Unternehmen auf Kurs: Redcare investiere weiter in Technologie, verbessere kontinuierlich die Kundenprozesse und wolle langfristig ein skalierbares Geschäftsmodell aufbauen.




