Die Generation Z entwickelt sich zunehmend zur treibenden Kraft im deutschen Reisemarkt. Laut der aktuellen Travel-Trends-Studie von Simon-Kucher waren es 2025 bereits 49 Prozent der Gen Z und Millennials, die mindestens zwei Urlaube von über fünf Tagen unternommen haben. Für 2026 zeichnet sich ein klarer Trend zu noch höheren Reiseausgaben ab, besonders bei den Jüngeren.
Deutschland liegt bei Ausgaben vorn
Während viele europäische Länder stagnierende oder rückläufige Urlaubsbudgets verzeichnen, stechen deutsche Reisende heraus: 2,4 Prozent wollen 2026 mehr für ihre Sommerferien ausgeben. Besonders auffällig ist dabei die Gen Z – mehr als die Hälfte plant mit einem höheren Budget. Dieser Anstieg bedeutet jedoch nicht automatisch mehr Luxus, wie Alexander Dyskin, Senior Director bei Simon-Kucher, betont. Fast ein Drittel der jungen Reisenden wolle trotz steigender Preise eher sparen. Die gestiegenen Kosten zwingen viele zu bewussterer Planung – Luxusreisen stehen daher nicht im Vordergrund.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
KI wird zum Reisehelfer
Ein weiteres zentrales Ergebnis der Studie: Die Offenheit gegenüber neuen Technologien. 45 Prozent der Gen Z möchten für ihre nächste Reiseplanung künstliche Intelligenz einsetzen. Tools wie ChatGPT gelten dabei schon jetzt als selbstverständlicher Bestandteil im Planungsprozess. Ältere Generationen hingegen bleiben skeptisch – fast die Hälfte der Befragten gab an, KI aufgrund unpassender oder enttäuschender Antworten zu meiden.
Rückzug vom Massentourismus
Neben Budget und Technologie tritt ein weiteres Motiv deutlich zutage: die Suche nach alternativen Zielen. 67 Prozent der deutschen Reisenden wollen 2026 bewusst beliebte Touristenregionen meiden. Stattdessen stehen Ruhe, Authentizität und niedrigere Preise hoch im Kurs. Der Wunsch nach Erholung fernab des Massentourismus prägt damit zunehmend das Bild der neuen Reiselust.


