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Rhenus startet Praxistest: Wasserstoff-Lkw erstmals im Logistikalltag

Mercedes Wasserstoff Truck mit RHENUS Branding
Foto: Daimler Truck AG

Key takeaways

Rhenus testet erstmals den Mercedes-Benz GenH2 Truck im regulären Logistikalltag. Der einjährige Einsatz soll zeigen, wie zuverlässig Wasserstoff-Lkw im schweren Fernverkehr arbeiten.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Rhenus Gruppe setzt erstmals einen Wasserstoff-Lkw von Daimler Truck im regulären Logistikbetrieb ein und nimmt damit an der zweiten Phase der kundennahen Erprobung des Mercedes-Benz GenH2 Trucks teil. Der einjährige Test soll belastbare Erkenntnisse über die Alltagstauglichkeit von Brennstoffzellenfahrzeugen im Schwerlastverkehr liefern – ein Schritt, der für die Dekarbonisierung der Branche zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Realbedingungen rund um die Uhr

Der GenH2 Truck wird nun laut Rhenus am Standort Duisburg vollständig in die betrieblichen Abläufe integriert und ist an fünf Tagen in der Woche sowohl tagsüber als auch nachts im Einsatz. Durch diese nahezu durchgängige Auslastung sammelt Rhenus Daten über ein breites Spektrum realer Einsatzprofile: regionale Verteilerfahrten von etwa 150 Kilometern ebenso wie anspruchsvolle Langstreckentouren von rund 650 Kilometern.

Damit zählt Rhenus zu den Testpartnern mit besonders hoher Laufleistung. Die intensive Nutzung soll zeigen, wie zuverlässig das Brennstoffzellensystem unter verschiedenen Bedingungen arbeitet und wie sich Faktoren wie Reichweite, Ladezyklen, Tankprozesse und technische Performance im direkten Vergleich zu Diesel-Lkw unterscheiden.

Duisburg wurde bewusst als Teststandort ausgewählt – nicht nur aufgrund der strategischen Lage im europäischen Logistiknetzwerk, sondern auch wegen der Nähe zu bestehenden H2-Tankmöglichkeiten.

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Fokus auf Alltagstauglichkeit und Betriebskosten

Im Mittelpunkt des Tests stehen praktische Erfahrungen aus dem Fahrer- und Flottenbetrieb: Wie intuitiv erfolgt die Betankung? Wie verhält sich das Fahrzeug unter Last? Wie stabil sind Reichweiten und Tankzeiten im täglichen Einsatz?

Die Ergebnisse werden systematisch gemeinsam mit Daimler Truck ausgewertet und fließen in die Weiterentwicklung der Technologie ein. Für Rhenus dienen sie zugleich als Grundlage, um die Machbarkeit alternativer Antriebe in der eigenen Flotte zu bewerten – insbesondere im Hinblick auf Energieverbrauch, Betriebskosten und notwendige Infrastruktur.

Technologie für den Schwerlastverkehr

Der Mercedes-Benz GenH2 Truck ist für lange Strecken und schwere Lasten konzipiert. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von rund 40 Tonnen, einer geplanten Reichweite von über 1.000 Kilometern und dem Einsatz von flüssigem Wasserstoff gilt er als einer der vielversprechendsten Ansätze für emissionsarme Transporte im Fernverkehr.

„Gerade im energieintensiven Schwerlast- und Langstreckenverkehr sehen wir in wasserstoffbetriebenen Lkw ein vielversprechendes Potenzial“, sagt Thilo Meutzner, Geschäftsführer von Rhenus Road Freight in Deutschland. Voraussetzung für einen breiten Einsatz seien jedoch ausreichend Tankstellen, die Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff und wettbewerbsfähige Kostenstrukturen.

Bedeutung für klimafreundliche Logistik

Für Rhenus ist der Praxistest ein wichtiger Schritt einer langfristigen Transformationsstrategie. Das Unternehmen betont, dass Fortschritte im Schwerlastverkehr nur durch enge Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Logistikdienstleistern möglich sind.

Solche Kooperationsprojekte ermöglichen es, technologische Neuerungen praxisnah zu erproben, Risiken frühzeitig zu identifizieren und die Anforderungen des Alltagsbetriebs in die Fahrzeugentwicklung einfließen zu lassen.

„Als international tätiger Logistikdienstleister verstehen wir uns nicht nur als Anwender, sondern als aktiver Partner in der Weiterentwicklung nachhaltiger Transportlösungen“, sagt Meutzner. Die gesammelten Erfahrungen sollen nicht nur Rhenus zugutekommen, sondern auch Impulse für die gesamte Branche setzen.

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