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Sanierungskonzept für ROFU Kinderland steht – 27 Filialen müssen schließen

ROFU Spielwaren Filiale in Kitzingen
Foto: ROFU Kinderland

Key takeaways

Nach der Insolvenz sichert sich ROFU Kinderland einen Investor. Die Lösung erhält viele Filialen und Arbeitsplätze, bringt aber auch Schließungen und Stellenabbau mit sich. Ein Neustart ist für Sommer 2026 geplant.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der angeschlagene Spielwarenhändler ROFU Kinderland hat im laufenden Eigenverwaltungsverfahren eine Investorenlösung erzielt. Mit der Vereinbarung soll das Unternehmen stabilisiert und langfristig neu ausgerichtet werden – allerdings verbunden mit deutlichen Einschnitten.

Investor übernimmt Großteil des Geschäfts

Wie die Kanzlei PLUTA mitteilt, hat ROFU nur wenige Monate nach dem Insolvenzantrag eine Vereinbarung mit der Kids & School Holding geschlossen. Hinter dem Investor steht eine erfahrene Branchenstruktur mit umfassendem Netzwerk. Ziel ist es, das Unternehmen wirtschaftlich tragfähig neu aufzustellen und die Marktposition im stationären Handel zu sichern.

Im Rahmen der geplanten Lösung sollen 77 Filialen weitergeführt werden. Damit bleibt der Großteil des Filialnetzes erhalten, ebenso ein erheblicher Teil der Belegschaft. Mehr als 1.000 Mitarbeiter sollen übernommen werden.

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Deutliche Einschnitte bei Standorten und Personal

Nicht alle Bereiche können jedoch fortgeführt werden: 27 Filialen sind nicht Teil des neuen Konzepts und werden geschlossen. Für diese Standorte sind Räumungsverkäufe vorgesehen, bevor die Flächen aufgegeben werden.

Rund 330 Beschäftigte verlieren in diesem Zuge ihre Arbeitsplätze. Auch am Hauptsitz wird Personal abgebaut, während ein Außenlager vollständig geschlossen wird. Insgesamt sichert die Investorenlösung dennoch über 1.100 Jobs.

Insolvenzplan als Grundlage der Sanierung

Die Umsetzung erfolgt über einen Insolvenzplan, der in den kommenden Wochen ausgearbeitet wird. Ziel ist eine Einigung mit den Gläubigern, die über den Fortgang entscheiden. Bei Zustimmung kann die Transaktion im Sommer vollzogen werden.

Nach aktuellem Zeitplan soll ROFU ab August 2026 wieder eigenständig operieren und das Insolvenzverfahren beenden. Ohne diese Lösung hätte dem Unternehmen die vollständige Betriebseinstellung gedroht.

Neustart mit Fokus auf Effizienz

Künftig setzt ROFU auf schlankere Strukturen und effizientere Prozesse. Neben einer optimierten Flächen- und Bestandssteuerung sollen auch Partnerschaften mit Lieferanten gestärkt werden.

Der Geschäftsbetrieb läuft währenddessen unverändert weiter: Filialen bleiben geöffnet, und auch der Online-Shop steht Kunden weiterhin zur Verfügung. Mit dem Einstieg des Investors soll das Traditionsunternehmen langfristig wieder profitabel wachsen.

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