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Schwarz Gruppe plant Milliarden-Rechenzentrum in Mecklenburg-Vorpommern

Logos der Schwarz Gruppe auf einem Gebäude
Foto: Schwarz Unternehmenskommunikation GmbH & Co. KG

Key takeaways

Mit einer Investition von bis zu 5,6 Milliarden Euro plant die Schwarz Gruppe ein Rechenzentrum in Mecklenburg-Vorpommern. Gemeinsam mit der Landesregierung sollen zudem souveräne Cloud- sowie KI-Lösungen entwickelt werden.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Die Schwarz Gruppe und die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern haben eine umfassende Partnerschaft zur Stärkung der digitalen Infrastruktur vereinbart. Kern des Vorhabens ist laut Unternehmen der geplante Bau eines Rechenzentrums im Landkreis Rostock, für das das Unternehmen bis 2033 Investitionen von bis zu 5,6 Milliarden Euro vorsieht. Darüber hinaus wollen beide Partner gemeinsam die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung vorantreiben und digitale Anwendungen für Behörden und Bildungseinrichtungen entwickeln. Ziel ist es, die digitale Souveränität Deutschlands und Europas zu stärken sowie moderne Cloud- und KI-Lösungen nach deutschem Recht bereitzustellen.

Milliardenprojekt soll digitale Infrastruktur ausbauen

Das geplante Rechenzentrum soll im Gewerbegebiet Dummerstorf entstehen und vorbehaltlich der erforderlichen Genehmigungen zunächst eine Leistung von 240 Megawatt erreichen. Langfristig sehen die Planungen sogar einen Ausbau auf eine Anschlussleistung von bis zu einem Gigawatt bis zum Jahr 2045 vor.

Nach Angaben der Schwarz Gruppe soll das Rechenzentrum sowohl für das eigene digitale Ökosystem als auch für den Ausbau der IT- und Digitalsparte Schwarz Digits genutzt werden. Damit sollen Cloud-Dienste und Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz auf einer Infrastruktur betrieben werden, die den europäischen und deutschen Datenschutzanforderungen entspricht.

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Nachhaltigkeit spielt bei der Planung eine zentrale Rolle

Neben der digitalen Infrastruktur steht auch die Energieversorgung im Fokus des Projekts. Das Rechenzentrum soll im regulären Betrieb ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Als Standortvorteile nennt das Unternehmen die gute Verfügbarkeit von Windenergie in Norddeutschland sowie den möglichen Anschluss an das 380-Kilovolt-Höchstspannungsnetz.

Darüber hinaus soll moderne Luftkühlung die Energieeffizienz verbessern. Gleichzeitig ist vorgesehen, die entstehende Abwärme über ein Fernwärmenetz nutzbar zu machen. Eine entsprechende Absichtserklärung zur Zusammenarbeit besteht bereits mit den Stadtwerken Rostock. Das Projekt knüpft damit an ähnliche Konzepte an, die die Schwarz Gruppe bereits an anderen Rechenzentrumsstandorten verfolgt.

Digitale Verwaltung soll von Partnerschaft profitieren

Neben dem Infrastrukturprojekt wollen Mecklenburg-Vorpommern und Schwarz Digits gemeinsam die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung beschleunigen. Bereits im Laufe des Jahres 2026 sollen erste Anwendungen eingeführt werden.

Geplant sind unter anderem eine digitale Baugenehmigung auf der Cloud-Plattform STACKIT sowie der Einsatz der Open-Source-Lösung openDesk im Bildungsbereich. Zunächst sollen damit sichere und zentral verwaltete digitale Arbeitsplätze für Lehrkräfte geschaffen werden. Die entwickelten Lösungen sollen später auch auf weitere Verwaltungsbereiche ausgeweitet werden.

Modellprojekt mit Signalwirkung für Deutschland

Die Partner verstehen die Zusammenarbeit ausdrücklich als Modell für weitere Bundesländer. Die entwickelten digitalen Verwaltungs- und Cloud-Lösungen sollen sich nach erfolgreicher Einführung auch auf andere Regionen übertragen lassen und als Blaupause für eine moderne öffentliche Verwaltung dienen.

Aus Sicht der Landesregierung stärkt die Investition zugleich die Unabhängigkeit von internationalen Cloud-Anbietern und schafft zusätzliche Datensicherheit. Die Schwarz Gruppe sieht das Projekt als Beitrag zur digitalen Souveränität Europas und als langfristige Investition in den Wirtschafts- und Technologiestandort Deutschland.

Digitalisierung und KI stehen im Mittelpunkt der Strategie

Mit dem geplanten Rechenzentrum verbindet die Schwarz Gruppe ihre Investitionen in digitale Infrastruktur mit dem weiteren Ausbau ihres Cloud- und KI-Geschäfts. Die Partnerschaft mit Mecklenburg-Vorpommern soll dabei sowohl wirtschaftliche Impulse für die Region setzen als auch den Aufbau leistungsfähiger digitaler Infrastruktur in Deutschland beschleunigen.

Sollte das Projekt wie geplant umgesetzt werden, zählt die Investition zu den größten angekündigten Rechenzentrumsprojekten Deutschlands und unterstreicht die wachsende Bedeutung souveräner Cloud- und KI-Infrastrukturen für Wirtschaft und öffentliche Verwaltung.

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