Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind im August 2026 erneut deutlich gestiegen. Nach einer Auswertung des ADAC kostete ein Liter Super E10 im Monatsdurchschnitt 2,145 Euro und war damit so teuer wie in keinem Monat zuvor.
Gegenüber Juli verteuerte sich Super E10 um knapp fünf Cent je Liter. Noch stärker fiel der Anstieg bei Diesel aus: Der durchschnittliche Literpreis erhöhte sich innerhalb eines Monats um fast 13 Cent auf 2,223 Euro.
Diesel verteuert sich besonders stark
Der Preisanstieg betrifft damit beide wichtigen Kraftstoffsorten, fällt bei Diesel aber erheblich stärker aus. Im Monatsmittel lag der Dieselpreis im August zudem rund 7,8 Cent je Liter über dem Preis von Super E10.
Für Autofahrer bedeutet das gegenüber dem Vormonat spürbar höhere Tankkosten. Besonders Dieselfahrer waren von der kräftigen Verteuerung betroffen.
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23. August war teuerster Tanktag
Die höchsten Tagespreise des Monats registrierte der ADAC am 23. August. An diesem Tag kostete Super E10 durchschnittlich 2,188 Euro je Liter, für Diesel wurden 2,283 Euro fällig.
Am günstigsten konnten Autofahrer am 9. August tanken. Super E10 lag an diesem Tag bei 2,095 Euro je Liter, Diesel bei 2,162 Euro.
ADAC sieht Rohölpreis nicht als alleinige Erklärung
Der ADAC bewertet das aktuelle Preisniveau kritisch und verweist auf die Entwicklung des Rohölmarktes. Im April hatte ein Barrel der Sorte Brent zeitweise mehr als 100 US-Dollar gekostet, während Super E10 im damaligen Monatsdurchschnitt dennoch deutlich günstiger war als im August.
Neben dem Rohölpreis beeinflussen zwar weitere Faktoren die Preise an den Tankstellen. Dazu zählen insbesondere Raffinerie- und Vertriebskosten sowie die steuerliche Belastung von Kraftstoffen.
Preisabstand für ADAC nicht ohne Weiteres nachvollziehbar
Aus Sicht des Automobilclubs lässt sich der deutliche Abstand zu den Kraftstoffpreisen früherer Monate durch diese Faktoren allein nicht ohne Weiteres erklären. Der ADAC stellt damit insbesondere die Größenordnung des jüngsten Preisanstiegs infrage.
Die August-Auswertung zeigt zugleich, wie stark sich die Kraftstoffkosten innerhalb weniger Wochen verändert haben. Während Super E10 einen neuen monatlichen Höchststand erreicht, fällt bei Diesel vor allem der kräftige Anstieg gegenüber Juli auf.





