Die Bundesregierung treibt den Aufbau einer souveränen KI-Infrastruktur voran und setzt dabei auf die Deutsche Telekom und SAP. Nach dem Rückzug von Wettbewerbern ist der Weg frei für eine zentrale Plattform, die erstmals eine einheitliche technologische Basis für die öffentliche Verwaltung schaffen soll.
Zuschlag für Telekom und SAP
Das Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung hat den Auftrag zur Entwicklung einer KI-Plattform an die Deutsche Telekom und SAP vergeben. Ziel ist der Aufbau einer leistungsfähigen, sicheren und souveränen Cloud-Infrastruktur für KI-Anwendungen, die Bund, Länder und Kommunen gemeinsam nutzen können.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Grundlage für digitale Souveränität
Die Plattform soll als technisches Rückgrat der digitalen Verwaltung dienen. Im Fokus steht eine Infrastruktur, die unabhängig betrieben werden kann und gleichzeitig skalierbar sowie anschlussfähig bleibt. Damit verfolgt die Bundesregierung das Ziel, digitale Souveränität zu stärken und die Abhängigkeit von externen Anbietern zu reduzieren.
Erste Anwendungen bereits definiert
Mit KIPITZ ist laut Telekom bereits eine konkrete Anwendung geplant. Die Lösung unterstützt Verwaltungsmitarbeitende unter anderem bei Dokumentenverarbeitung, Wissensmanagement und Textzusammenfassungen. Auch Planungs- und Genehmigungsverfahren sollen durch KI beschleunigt werden.
Teil des Deutschland-Stacks
Die Plattform ist Bestandteil des sogenannten Deutschland-Stacks, einer gemeinsamen digitalen Infrastruktur für alle Verwaltungsebenen. Statt isolierter Einzellösungen sollen künftig standardisierte Systeme genutzt werden, um Effizienz, Sicherheit und Innovationsfähigkeit im öffentlichen Sektor zu erhöhen.


