Der Tech-Riese Meta treibt den Ausbau seiner Energieinfrastruktur für Künstliche Intelligenz mit zwei ungewöhnlichen Partnerschaften voran. Gemeinsam mit Overview Energy und Noon Energy will der Konzern neue Wege der Stromerzeugung und -speicherung erschließen, um den steigenden Energiebedarf seiner Rechenzentren langfristig zu sichern.
Solarstrom aus dem Orbit
Im Fokus steht eine Technologie, die Sonnenenergie direkt im Weltraum gewinnt. Satelliten in geostationärer Umlaufbahn sollen kontinuierlich Sonnenlicht einfangen und als Infrarotstrahlung zur Erde übertragen. Dort wird die Energie von bestehenden Solaranlagen aufgenommen und in Strom umgewandelt. Dadurch könnten Solarparks erstmals rund um die Uhr Energie liefern, ohne zusätzliche Flächen oder Netzinfrastruktur zu benötigen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Speicherung über Tage hinweg
Parallel setzt Meta auf neue Speicherlösungen. Die Technologie von Noon Energy basiert auf Festoxid-Brennstoffzellen und kohlenstoffbasierter Speicherung. Sie ermöglicht es, Energie nicht nur für Stunden, sondern für mehrere Tage vorzuhalten. Geplant ist eine Kapazität von bis zu 1 Gigawatt und 100 Gigawattstunden, ergänzt durch ein Pilotprojekt ab 2028.
Wachsende Anforderungen durch KI
Der steigende Energiebedarf moderner KI-Systeme stellt bestehende Stromnetze vor Herausforderungen. Erneuerbare Energien wie Wind und Sonne liefern nicht konstant Strom, während herkömmliche Speicherlösungen bislang nur begrenzte Zeiträume abdecken. Die neuen Ansätze sollen genau diese Lücken schließen und eine kontinuierliche Versorgung ermöglichen.
Langfristige Strategie für stabile Netze
Die Initiativen sind Teil einer umfassenderen Energiepolitik des Unternehmens. Meta hat eigenen Angaben nach bereits Verträge über mehr als 30 Gigawatt erneuerbare Energie abgeschlossen und investiert zusätzlich in Geothermie und Kernenergie. Die neuen Projekte gelten als wichtiger Schritt, um zukünftige Technologien frühzeitig zur Marktreife zu bringen und die Energieversorgung skalierbar zu machen.


