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UPS verklagt Temu in Irland wegen Zahlungsausfälle in Millionenhöhe

Temu App auf einem Smartphone
Foto: Depositphotos

Key takeaways

UPS fordert von Whaleco, dem Betreiber von Temu in Europa, über 37 Millionen Euro für unbezahlte Paketlieferungen. Der Streit landet vor dem irischen Handelsgericht, während Whaleco Abrechnungsfehler geltend macht und auf eine Einigung hofft.

Lesezeit ca. 2 Minuten

UPS hat Berichten nach beim irischen Handelsgericht eine Klage gegen Whaleco Technology Ltd, den Betreiber der Online-Plattform Temu in Europa, eingereicht. Das US-amerikanische Logistikunternehmen fordert mehr als 37 Millionen Euro für erbrachte Transportleistungen, die laut UPS bisher nicht beglichen wurden.

Forderung aus Liefervereinbarung

Wie The Irish Times berichtet, transportie UPS zwischen September 2024 und September 2025 im Rahmen einer vorläufigen Vereinbarung Pakete für Temu zu einem stark rabattierten Preis. Bereits im August 2025 hätten sich Rückstände in Höhe von fast 13 Millionen Euro aufgebaut, so UPS. Nach gescheiterten Verhandlungen über eine Fortsetzung zu neuen Konditionen—30 % Rabatt auf Standardpreise—wurde das Kundenkonto von Whaleco gesperrt.

Bis zum 13. Januar 2026 sei die Forderung schließlich auf über 37 Millionen Euro angewachsen. Whaleco weist die Forderung zurück, bestreitet sowohl die Kündigung der Vereinbarung als auch die Höhe der ausstehenden Beträge. Man argumentiere mit angeblichen Abrechnungsfehlern und Problemen bei der Dienstleistung. UPS hält diese Einwände für unbegründet.

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Mögliche Einigung vor Gericht

Richter Mark Sanfey hat die Klage auf die Handelsliste des Commercial Court in Dublin gesetzt. Die Anwälte von Whaleco signalisierten Interesse an einer Mediation und hoffen, vor der nächsten Anhörung im Mai 2026 eine Einigung zu erzielen. Der Richter zeigte sich offen für diesen Weg und stellte Gerichtshilfe für das Verfahren in Aussicht.

Regulierungsdruck auf Temu wächst

Der Rechtsstreit ist nicht der einzige Konflikt, mit dem Temu derzeit in Europa konfrontiert ist. Die EU-Kommission untersucht mögliche Verstöße gegen das Digitale-Dienste-Gesetz, insbesondere im Hinblick auf Verbraucherrechte und den Verkauf potenziell regelwidriger Produkte. In Deutschland hat zudem das Bundeskartellamt ein Verfahren wegen möglicher Benachteiligung von Anbietern auf der Plattform eingeleitet.

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