Neue Importzölle der US-Regierung unter Donald Trump könnten die diesjährigen Weihnachtsausgaben von Konsumenten und Einzelhändlern um insgesamt rund 40,6 Milliarden US-Dollar (etwa 38 Milliarden Euro) erhöhen. Laut einer Analyse des US-Online-Kreditvergleichsportals LendingTree verteuern sich vor allem Elektronikartikel und Kleidung spürbar – mit direkten Folgen für das Konsumverhalten vieler Amerikaner.
Zölle belasten Konsumenten stärker als Händler
Die sogenannten „Liberation Day“-Zölle, die Trump vor sechs Monaten angekündigt hatte, betreffen eine breite Palette an Konsum- und Lebensmittelprodukten. Während viele Artikel zunächst in Lagern verblieben, kommen sie nun pünktlich zur Weihnachtssaison in den Handel – und mit ihnen die Preisaufschläge.
Wie CNBC berichtet, geht LendingTree davon aus, dass Konsumenten den Großteil der Mehrkosten tragen: Rund 28,6 Milliarden US-Dollar (rund 26,8 Milliarden Euro) sollen direkt auf Käufer entfallen, was durchschnittlich 132 US-Dollar (ca. 124 Euro) pro Person entspricht. Der Handel müsse weitere 12 Milliarden US-Dollar (etwa 11,2 Milliarden Euro) aus eigener Tasche decken.
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Elektronik und Mode besonders betroffen
Laut der Studie spüren Käufer von Elektronik die stärksten Preissteigerungen: Im Schnitt sollen pro Käufer rund 186 US-Dollar (ca. 174 Euro) zusätzlich fällig werden. Kleidung und Accessoires schlagen mit etwa 82 US-Dollar (ca. 77 Euro) mehr zu Buche. Weniger stark betroffen sind Produkte wie Kosmetik und Spielwaren mit 14 US-Dollar (13 Euro) sowie Lebensmittel und Süßigkeiten mit einem Plus von 12 US-Dollar (11 Euro) je Käufer.
Gedämpfte Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft
Einzelhändler in den USA rechnen daher mit einer verhaltenen Konsumstimmung im Weihnachtsgeschäft. Analysten zufolge dürften viele Konsumenten aufgrund der gestiegenen Preise weniger einkaufen. Zwar bleibe die Nachfrage nach Klassikern wie Technik oder Modeartikeln bestehen, doch müsse man Abstriche bei der Anzahl der gekauften Produkte oder deren Qualität erwarten.


