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EU-Verbraucherschützer gehen gegen Google, Meta und TikTok vor

Consumer Protection Taste auf einer Tastatur
Foto: depositphotos.com

Key takeaways

Verbraucherschützer schlagen Alarm: Hunderte mutmaßlich betrügerische Finanzanzeigen bleiben trotz Meldung online. Beschwerden gegen große Plattformen sollen nun strengere Maßnahmen erzwingen und die Einhaltung des Digital Services Acts durchsetzen.

Lesezeit ca. 1 Minute

Europäische Verbraucherschutzorganisationen erhöhen den Druck auf große Online-Plattformen. Hintergrund sind zahlreiche mutmaßlich betrügerische Finanzanzeigen, die weiterhin verbreitet werden. Beschwerden gegen Google, Meta und TikTok wurden nun bei der Europäischen Kommission und nationalen Behörden eingereicht.

Hunderte verdächtige Anzeigen gemeldet

Zwischen Dezember 2025 und März 2026 registrierten Verbraucherorganisationen laut der BEUC-Pressemitteilung rund 900 Werbeanzeigen, die möglicherweise gegen EU-Recht verstoßen. Die Reaktion der Plattformen fällt aus Sicht der Initiatoren unzureichend aus: Nur gut ein Viertel der gemeldeten Inhalte wurde entfernt, während mehr als die Hälfte der Hinweise folgenlos blieb.

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Irreführende Versprechen und fehlende Transparenz

Im Fokus stehen vor allem Anzeigen für zweifelhafte Finanzprodukte. Diese locken häufig mit unrealistischen Renditen oder suggerieren risikolose Gewinne. Zentrale Informationen zu Funktionsweise und Risiken fehlen oft vollständig. Besonders kritisch ist dies bei komplexen Angeboten wie dem Optionshandel, dessen Gefahren systematisch verharmlost werden.

Vorwürfe gegen Plattformbetreiber

Nach Ansicht der Verbraucherschützer kommen Google, Meta und TikTok ihren Verpflichtungen aus dem Digital Services Act nicht ausreichend nach. Die Regelung verlangt unter anderem ein konsequentes Vorgehen gegen illegale Inhalte und betrügerische Werbung. Dennoch bleiben viele problematische Anzeigen online und erreichen weiterhin Nutzer.

Forderung nach strengeren Maßnahmen

Der europäische Verbraucherverband BEUC und seine Mitgliedsorganisationen wie der Verbraucherzentrale Bundesverband fordern konsequente Eingriffe der Behörden. Neben der Entfernung einzelner Anzeigen sollen auch Wiederholungstäter gesperrt und ähnliche Inhalte proaktiv erkannt werden. Bei anhaltenden Verstößen sehen die Organisationen auch Geldbußen als notwendiges Mittel.

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