Westwing hat im Geschäftsjahr 2025 seine Profitabilität deutlich gesteigert und die zweite Phase seines Transformationsprogramms erfolgreich abgeschlossen. Trotz nur moderatem Umsatzwachstum konnte das Unternehmen seine Ertragskraft erheblich verbessern und legt damit die Basis für weiteres Wachstum im Jahr 2026.
Der Umsatz stieg laut Jahresbericht um 1,1 Prozent auf 449 Millionen Euro und lag damit im oberen Bereich der Prognose. Gleichzeitig erhöhte sich das bereinigte EBITDA um 84 Prozent auf 44 Millionen Euro, was einer Marge von 9,8 Prozent entspricht.
Deutlicher Gewinnsprung und starker Cashflow
Die Profitabilitätssteigerung zeigt sich auch im Cashflow: Der freie Cashflow legte um 275 Prozent auf 34 Millionen Euro zu. Dadurch erhöhte sich die Nettoliquidität zum Jahresende auf 92 Millionen Euro.
Diese Entwicklung unterstreicht die Wirksamkeit der strategischen Neuausrichtung, die auf höhere Margen, operative Effizienz und eine stärkere Fokussierung auf profitable Geschäftsbereiche abzielt.
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Westwing Collection als Wachstumstreiber
Ein zentraler Treiber ist die margenstarke Westwing Collection. Das Segment wuchs um 17 Prozent und erreichte ein Rekordniveau von 321 Millionen Euro beim Bruttowarenwert. Damit steigt der Anteil am Gesamtgeschäft auf 63 Prozent.
Die stärkere Gewichtung eigener Markenprodukte unterstützt die Margenentwicklung und stärkt zugleich die Differenzierung im Wettbewerbsumfeld.
Expansion und Markenaufbau schreiten voran
Parallel zur Ergebnisverbesserung hat Westwing seine internationale Präsenz ausgebaut. Im Jahr 2025 startete das Unternehmen in zehn neuen Ländern und eröffnete mehrere stationäre Verkaufsflächen.
Diese Maßnahmen stärken die Markenwahrnehmung und verbessern das Kundenerlebnis über alle Kanäle hinweg. Auch Kooperationen und Design-Kollaborationen tragen zur Premium-Positionierung bei.
Fokus 2026: Wachstum und Skalierung
Für 2026 plant Westwing den Übergang in die nächste Phase seiner Strategie, die auf skalierbares Wachstum ausgerichtet ist. Dazu zählen der Ausbau bestehender Märkte, die Weiterentwicklung neuer Länder sowie der Eintritt in zusätzliche Märkte wie das Vereinigte Königreich.
Gleichzeitig soll die operative Effizienz weiter gesteigert und die Westwing Collection weiter ausgebaut werden.
Ausblick mit moderatem Wachstum
Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 470 und 495 Millionen Euro, was einem Wachstum von 5 bis 10 Prozent entspricht. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 36 und 48 Millionen Euro liegen.
Kurzfristige Belastungen durch geopolitische Unsicherheiten und steigende Energiepreise sind in der Prognose bereits berücksichtigt.
Klare strategische Perspektive
Westwing sieht sich mit seiner Kombination aus steigender Profitabilität, wachsender Eigenmarkenquote und internationaler Expansion gut positioniert, um seine Rolle als führende Premium-Plattform für Home & Living in Europa weiter auszubauen.
Die dritte Phase des Transformationsprogramms soll dabei die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und weitere Wertsteigerung schaffen.


