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Omnichannel-Offensive: Wolt und Fressnapf skalieren Partnerschaft

Wolt Rider bei der Abholung bei Fressnapf
Foto: Wolt

Key takeaways

Wolt und Fressnapf bauen ihre Kooperation massiv aus: 78 Märkte in 17 Städten sind künftig an die Plattform angebunden. Heimtierbedarf entwickelt sich dabei zum Wachstumstreiber im Quick Commerce. Die Partnerschaft zeigt, wie sich stationärer Handel und digitale Plattformen zunehmend verzahnen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Lieferdienst Wolt und der Heimtierhändler Fressnapf treiben ihre Zusammenarbeit in Deutschland deutlich voran. Mit der Anbindung von 65 zusätzlichen Märkten wächst das gemeinsame Angebot auf insgesamt 78 Standorte in 17 Städten.

Ausbau mit strategischer Dimension

Die Erweiterung startet laut Wolt sukzessive im April 2026. Kundinnen und Kunden können dann in 17 Städten über die Wolt-App auf das Sortiment von Fressnapf zugreifen. Pro Standort stehen rund 4.500 Artikel zur Verfügung, darunter Tiernahrung, Zubehör und Pflegeprodukte – zu Preisen auf Filialniveau.

Für beide Unternehmen ist die Kooperation mehr als eine reine Reichweitenmaßnahme. Sie steht exemplarisch für die zunehmende Verzahnung von stationärem Handel und digitalen Plattformen.

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Heimtierbedarf als Wachstumstreiber

Innerhalb des Wolt-Geschäfts entwickelt sich der Einzelhandel zunehmend zur zentralen Säule. Besonders dynamisch wächst dabei der Bereich Heimtierbedarf. Seit Ende 2024 verzeichnet die Plattform kontinuierlich steigende Bestellzahlen für Tierfutter und Zubehör.

Der Markt gilt als vergleichsweise konjunkturstabil, da viele Produkte regelmäßig nachgekauft werden. Diese Wiederkaufraten machen ihn besonders attraktiv für Quick-Commerce-Modelle.

Plattformstrategie statt eigener Infrastruktur

Wolt setzt gezielt auf die Integration bestehender Handelsstrukturen. Statt eigene Lager aufzubauen, werden lokale Märkte digital angebunden. Dieses Modell ermöglicht eine schnelle Skalierung bei gleichzeitig geringeren Investitionsrisiken.

Die Plattform positioniert sich damit zunehmend als digitale Infrastruktur für den lokalen Einzelhandel.

Präsenz in weiteren Städten

Mit der aktuellen Expansion wird Fressnapf künftig in 13 zusätzlichen Städten über Wolt verfügbar sein, darunter Koblenz, Düsseldorf, Kiel, Bielefeld, Bochum, Lübeck, Mainz, Göttingen, Kassel und Bremen.

Bereits zuvor bestand die Kooperation unter anderem in München und dem süddeutschen Raum. Insgesamt wächst das Netzwerk nun auf 78 Märkte in 17 Städten.

Omnichannel als Pflichtprogramm

Für Fressnapf ist die Partnerschaft Teil einer umfassenden Omnichannel-Strategie. Während stationäre Filialen weiterhin das Kerngeschäft bilden, gewinnen digitale Vertriebskanäle zunehmend an Bedeutung.

Plattformkooperationen ermöglichen es, neue Zielgruppen zu erreichen und spontane Bedarfe abzudecken – insbesondere in urbanen Regionen, wo schnelle Lieferung ein entscheidender Wettbewerbsfaktor ist.

Quick Commerce trifft auf Fachhandel

Der Heimtierbereich eignet sich besonders für schnelle Liefermodelle. Produkte wie Futter oder Streu werden häufig kurzfristig benötigt, während Zubehörkäufe oft impulsgetrieben sind.

Die Kombination aus lokaler Warenverfügbarkeit und digitaler Bestellung verbindet Convenience mit Sortimentsbreite – ein Ansatz, der sich zunehmend etabliert.

Langfristige Expansion geplant

Die Partnerschaft ist langfristig angelegt. Beide Unternehmen prüfen bereits die Anbindung weiterer Standorte, wodurch das Netzwerk perspektivisch weiter wachsen dürfte.

Für Wolt bedeutet der Ausbau eine stärkere Positionierung als Handelsplattform. Für Fressnapf ist er ein weiterer Schritt in der Transformation zum kanalübergreifenden Anbieter.

Strukturwandel im Konsumverhalten

Die Entwicklung spiegelt einen grundlegenden Wandel im Einkaufsverhalten wider. Konsumenten erwarten flexible, schnelle und digitale Einkaufsmöglichkeiten – auch im Fachhandel.

Die Verbindung von stationärer Präsenz und digitaler Convenience wird damit zum entscheidenden Erfolgsfaktor im Wettbewerb.

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