Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen steigt weltweit stärker als erwartet. Laut aktueller Analyse von Allianz Trade führt der anhaltende Nahostkonflikt zu einer deutlichen Verschärfung der wirtschaftlichen Lage und zwingt viele Unternehmen in die Zahlungsunfähigkeit.
Deutlich höhere Insolvenzzahlen weltweit
Für 2026 wird ein globaler Anstieg der Insolvenzen um 6 Prozent erwartet – doppelt so viel wie ursprünglich prognostiziert. Insgesamt könnten die Fallzahlen damit das fünfte Jahr in Folge steigen. Für 2027 zeichnet sich zwar eine Stabilisierung ab, jedoch auf einem weiterhin hohen Niveau. Der Konflikt verursacht zusätzlich tausende weitere Unternehmenspleiten weltweit.
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Deutschland stärker betroffen als erwartet
Auch in Deutschland steigen die Insolvenzen stärker als bislang angenommen. Für 2026 wird ein Zuwachs auf rund 24.650 Fälle erwartet. Damit würde das Niveau den höchsten Stand seit über einem Jahrzehnt erreichen. Für 2027 wird eine leichte Entspannung prognostiziert, vorausgesetzt, die geopolitische Lage stabilisiert sich.
Branchenübergreifender Druck nimmt zu
Besonders betroffen sind mehrere Schlüsselbranchen, darunter Bau, Handel, Dienstleistungen und Industrie. Steigende Kosten, schwächere Nachfrage und erschwerte Finanzierungsbedingungen setzen Unternehmen zunehmend unter Druck. Die Kombination dieser Faktoren verschärft die wirtschaftliche Situation in nahezu allen Sektoren.
Geopolitische Risiken als zentraler Treiber
Der Nahostkonflikt wirkt sich direkt auf Energiepreise, Lieferketten und Transportkosten aus. Diese Entwicklungen treiben Inflation und Unsicherheit und belasten globale Wertschöpfungsketten. Besonders energieintensive Branchen geraten dadurch zusätzlich unter Druck.
Worst-Case-Szenario mit weiterem Anstieg
Sollte sich der Konflikt weiter verschärfen, könnten die Insolvenzen noch stärker steigen. In einem negativen Szenario wäre ein globaler Anstieg um bis zu 10 Prozent im Jahr 2026 möglich. Auch Deutschland wäre dann stärker betroffen als aktuell prognostiziert.


