Der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus bleibt weiterhin stark eingeschränkt. Trotz Waffenruhe zwischen den USA und Iran hat sich die Lage auf einer der wichtigsten globalen Ölhandelsrouten bislang kaum entspannt.
Tankerverkehr bricht drastisch ein
In dieser Woche passierten lediglich wenige Tanker die Meerenge. Darunter befanden sich auch sogenannte Very Large Crude Carriers (VLCC), die jeweils bis zu zwei Millionen Barrel Rohöl transportieren können.
Im Vergleich zu Ende Februar ist das Verkehrsaufkommen jedoch massiv eingebrochen: Die Zahl der Durchfahrten liegt rund 90 Prozent unter dem Niveau vor Beginn der militärischen Eskalation, wie CNBC berichtet.
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Strategisch bedeutende Route unter Druck
Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Nadelöhren des globalen Energiemarktes. Vor Ausbruch des Konflikts wurden etwa 20 Prozent der weltweiten Rohölversorgung über diese Route abgewickelt.
Der aktuelle Rückgang gilt daher als eine der größten Störungen der globalen Ölversorgung.
Militärische Spannungen belasten Schifffahrt
Die USA und Iran ringen weiterhin um die Kontrolle der Wasserstraße. Während die US-Marine den Zugang zu iranischen Häfen blockiert, beansprucht Iran die Kontrolle über die Passage für sich.
Diese Unsicherheit führt dazu, dass viele Reedereien das Risiko scheuen und alternative Routen prüfen oder Transporte aussetzen.
Waffenruhe ohne spürbare Entspannung
Obwohl Anfang April eine temporäre Waffenruhe vereinbart wurde, bleibt der Tankerverkehr auf niedrigem Niveau. Die Sicherheitslage wird weiterhin als fragil eingeschätzt.
Für den Energiemarkt bedeutet dies anhaltenden Druck auf Preise und Versorgung.
Globale Auswirkungen auf Energiepreise
Die Internationale Energieagentur sieht in der Wiederaufnahme stabiler Transporte durch die Straße von Hormus den entscheidenden Faktor zur Entlastung der Märkte.
Solange die Situation angespannt bleibt, dürften Unsicherheiten hinsichtlich Energieversorgung und Preisentwicklung bestehen bleiben.


