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Seit Januar: Amazon Ads ändert Attributionsmodell – Fokus auf Kaufsignale

Amazon Ads Logo
Foto: Amazon

Key takeaways

Amazon Ads hat ein neues Attributionsmodell eingeführt, das Kaufsignale stärker berücksichtigt und ein kürzeres Attributionsfenster nutzt. Sponsored Brands, Display- und DSP-Kampagnen sind besonders betroffen. Die Umstellung betrifft über 20 Länder und soll Werbetreibenden präzisere Analysen entlang der Customer Journey ermöglichen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Amazon Ads hat zum 1. Januar 2026 ein überarbeitetes Attributionsmodell eingeführt, das stärker auf Kaufsignale innerhalb des Onlineshops ausgerichtet ist. Im Zentrum steht eine modifizierte Last-Touch-Attribution, die insbesondere die frühen Phasen der Customer Journey stärker gewichtet. Dabei wird berücksichtigt, wie Nutzer in der Entdeckungsphase über Anzeigen mit Marken interagieren – etwa beim Stöbern durch Kategorien oder bei allgemeinen Suchanfragen.

Ziel ist es, Werbewirkung präziser dort zu messen, wo potenzielle Kunden Marken erstmals wahrnehmen. Das neue Modell nutzt ein kürzeres Attributionsfenster, um dem typischen Verhalten im Amazon-Onlineshop näherzukommen. Für Werbetreibende bedeutet das, dass wichtige Kennzahlen wie Käufe, Umsätze und der Return on Advertising Spend (ROAS) ab sofort auf Grundlage der neuen Methodik ausgewiesen werden.

Auswirkungen auf bestimmte Kampagnenformate

Insbesondere Kampagnen mit Sponsored Brands und Sponsored Display, die auf Basis sichtbarer Impressions (vCPM) abgerechnet werden – etwa im Rahmen von Marken-Keyword-Kampagnen – sind betroffen. Auch Amazon DSP-Kampagnen, die Anzeigen im Store schalten, unterliegen der neuen Zählweise. Andere Kampagnenformate, vor allem solche mit klickbasierter Attribution, bleiben unverändert.

Trotz der Anpassung können Werbetreibende weiterhin auf die bisherigen „alle Aufrufe“-Metriken zugreifen, die alle sichtbaren Anzeigenkontakte innerhalb eines 14-tägigen Fensters berücksichtigen. Diese sind über die vereinheitlichte Reporting-Umgebung von Amazon Ads verfügbar, etwa über die neue Amazon Ads-API oder den Report Builder in der Amazon Ads-Konsole.

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Verfügbarkeit und Zielgruppe

Die Umstellung gilt laut Amazon in über 20 Märkten weltweit, darunter Deutschland, das Vereinigte Königreich, Frankreich, die USA, Kanada, Japan, Australien und Südafrika. Voraussetzung für die Nutzung ist der Einsatz von Berichten, APIs oder Reporting-Konsolenaufrufen. Für Werbetreibende bringt das Update die Chance, Markenwirkung künftig differenzierter entlang der gesamten Customer Journey zu analysieren – und ihre Budgets entsprechend effizienter einzusetzen.

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