Die Oetker Group hat sich im Geschäftsjahr 2025 trotz geopolitischer Unsicherheiten und wirtschaftlicher Belastungen stabil behauptet. Der Umsatz stieg auf über 7,1 Milliarden Euro. Damit unterstreicht das Unternehmen die Widerstandsfähigkeit seines breit diversifizierten Geschäftsmodells und blickt optimistisch auf weiteres Wachstum im Jahr 2026.
Lebensmittelgeschäft bleibt Wachstumstreiber
Den größten Beitrag zum Umsatz leisteten erneut die Geschäftsbereiche Food sowie Bier und alkoholfreie Getränke. Besonders die Marken Dr. Oetker und Coppenrath & Wiese steigerten gemeinsam ihre Erlöse auf rund 4,3 Milliarden Euro. Dynamisch entwickelte sich vor allem das Tiefkühlgeschäft, während die neue Premium-Tiefkühlpizza „Suprema“ international ausgerollt wurde und als Wachstumstreiber gilt.
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Investitionsfokus klar auf Deutschland
Die Oetker Group investierte 2025 insgesamt mehr als 330 Millionen Euro, davon über 250 Millionen Euro in Deutschland. Schwerpunkte waren der Ausbau von Produktionskapazitäten, die Optimierung von Infrastruktur sowie Investitionen in Digitalisierung und Nachhaltigkeit. In den vergangenen fünf Jahren summieren sich die Investitionen im Heimatmarkt auf über eine Milliarde Euro – ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland.
Gemischte Entwicklung im Getränkesegment
Im Bereich Bier und alkoholfreie Getränke verzeichnete die Radeberger Gruppe einen leichten Umsatzrückgang auf rund 2 Milliarden Euro. Hintergrund ist der strukturell rückläufige Bierkonsum. Gleichzeitig konnten alkoholfreie Marken wie Radeberger Alkoholfrei und Jever Fun deutliche Absatzsteigerungen erzielen.
Stabile Beschäftigung und wachsender Auslandsanteil
Die Zahl der Beschäftigten blieb mit rund 28.800 Vollzeitkräften weltweit nahezu konstant. Der Anteil des Auslandsgeschäfts stieg leicht auf über 44 Prozent. Damit gewinnt die internationale Präsenz weiter an Bedeutung, während der Heimatmarkt stabil bleibt.
Für 2026 rechnet die Oetker Group mit weiterem Umsatzwachstum. Grundlage sollen organische Expansion, Effizienzsteigerungen und ein weiterhin hohes Investitionsniveau sein. Ziel ist es, Innovationskraft, digitale Kompetenzen und nachhaltige Geschäftsmodelle langfristig zu stärken.


